3 Minuten Lesedauer
i

E.on-Umfrage zeigt:

Jeder dritte Deutsche fährt E-Bike

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland besitzt inzwischen ein Elektrorad. Das hat eine Umfrage ergeben, die der Energieanbieter E.on in Auftrag gegeben hat.

Laut einer neuen repräsentativen Umfrage von E.on sind E-Bikes so verbreitet wie nie zuvor. 30.000 Deutsche wurden zu ihrer Nutzung befragt. Filip Thon, CEO von E.ON Energie Deutschland, sagt: „E-Bikes sind im Alltag vieler Menschen angekommen: Mehr als 31 Prozent besitzen inzwischen ein Elektrorad. Dass 40 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer ihr E-Bike auch als Alternative zum Auto nutzen, macht deutlich: E-Bikes sind längst mehr als Freizeit oder Komfort. Auffällig ist in diesem Jahr vor allem das deutlich gestiegene Interesse junger Menschen. Unsere Umfrage und die Hochlaufzahlen bei den E-Autos zeigen, dass die E-Mobilität insgesamt zunehmend selbstverständlich und ein immer wichtigerer Teil der Energiewende wird.“
Bei der ersten Erhebung von E.on im Jahr 2020 waren es noch 15,2 Prozent, die ein E-Bike oder Pedelec besaßen. Mit 31,4 Prozent hat sich dieser Wert bis 2026 fast verdoppelt. Im Vergleich zu 2025 liegt der Zuwachs bei 3,4 Prozentpunkten. Am dynamischsten entwickelt sich der Besitz von E-Bikes bei jüngeren Menschen. Unter den 18- bis 29-Jährigen erhöhte sich der Anteil innerhalb eines Jahres von 19,4 auf 27,2 Prozent. Der Trend betrifft auch das künftige Interesse: In der jüngsten Altersgruppe wollen sich rund 28 Prozent im kommenden Jahr mit dem Kauf eines E-Bikes oder Pedelecs beschäftigen (insgesamt: 10,9 Prozent). Einen konkreten Kauf planen 23,3 Prozent der Jüngeren (insgesamt: 7,3 Prozent).

Wie viel Autofahrten ersetzt das E-Bike?

40,4 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer von E-Bikes gaben wiederum an, mit dem E-Bike Strecken zu fahren, für welche sie sonst das Auto genutzt hätten. E.on hat auch erfragt, welcher Anteil der Autofahrten ersetzt wird. Demnach ersetzen 28,3 Prozent weniger als zehn Prozent ihrer Autofahrten; 33,1 Prozent zwischen zehn und 25 Prozent; 12,6 Prozent zwischen 25 und 50 Prozent; neun Prozent zwischen 50 und 75 Prozent; 9,9 Prozent mehr als 75 Prozent ihrer Autofahrten (Rest ohne Angabe).
Ein E-Bike zu besitzen, wirkt sich zudem darauf aus, wie die Befragten herkömmliche Fahrräder nutzen. Fast die Hälfte gab an, ihr herkömmliches Fahrrad seit der Anschaffung eines E-Bikes nicht mehr zu nutzen. 36,8 Prozent nutzen ihr klassisches Fahrrad dagegen grundsätzlich weiterhin, davon sieben Prozent sogar häufiger als zuvor.
Um sich ein E-Bike anzuschaffen, nutzen 81,3 Prozent die Option des Privatkaufes. Knapp 11 Prozent greifen auf Angebote wie Leasing oder finanzielle Zuschüsse des Arbeitgebers zurück. Der Rest entfällt auf andere Finanzierungsformen wie beispielsweise privates Leasing.

Regionen im Vergleich

Regionale Unterschiede konnte die Umfrage beim E-Bike-Besitz weiterhin nachweisen. Die höchsten Quoten gibt es laut E.on nach wie vor in Niedersachsen (39,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (34,1 Prozent) und Bayern (33,7 Prozent). Im Ranking der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland liegen der Kreis Emsland (Niedersachsen, 53,3 Prozent), der Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen, 53,1 Prozent) sowie der Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen, 50,8 Prozent) vorne. Die regionalen Ergebnisse lassen sich interaktiv bis auf Landkreis-Ebene im E.on Energieatlas abrufen.

4. September 2026 von Sebastian Gengenbach
Velobiz Plus
Die Kommentare sind nur
für unsere Abonnenten sichtbar.
Jahres-Abo
115 € pro Jahr
  • 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
  • 10 Ausgaben des exklusiven velobiz.de Magazins
Jetzt freischalten
30-Tage-Zugang
Einmalig 19 €
  • 30 Tage Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
Jetzt freischalten
Sie sind bereits Abonnent?
Zum Login