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Alteos Rad-Report zeigt:

Künstliche Intelligenz hilft vor allem bei Produktrecherche

Im Rad-Report 2026 mit dem Titel „Neuorientierung im Fahrradfachhandel“ widmet sich das Versicherungsunternehmen Alteos der Frage, wie künstliche Intelligenz den Fachhandel beeinflusst. Als weitere zentrale Themen wurden das Werkstattgeschäft und Gebrauchträder identifiziert.

Das Marktforschungsunternehmen hat für den Rad-Report 2026 insgesamt 5000 Radfahrende und 150 Beschäftigte im Fahrrad-Einzelhandel befragt. Dabei ging es unter anderem darum, wie Radfahrende KI einsetzen.

Wer KI zur Recherche nutzt, so die Ergebnisse, wendet sie vor allem an, um Funktion und Ausstattung (24,2 Prozent) sowie Bewertungen (21,6 Prozent) besser zu überblicken. 11 Prozent der Radfahrenden geben an, in den vergangenen zwölf Monaten KI für die Recherche genutzt zu haben. Bei den 18-29-Jährigen sind es 21,3 Prozent. Rund ein Drittel (34,5 Prozent) der befragten Handelsbetriebe sind aktiv damit beschäftigt, ihre Sichtbarkeit in KI-Systemen zu optimieren. Bei der Wahl des Händlers spielt KI für die Radfahrenden bislang kaum, nämlich nur für 3,7 Prozent eine Rolle.

Für den Fachhandel folgt laut Alteos als Erkenntnis, dass die digitale Recherche mit KI zwar Informationen liefere, jedoch bislang kaum die Entscheidung für das Fachgeschäft beeinflusse. In der Umfrage gaben 65,8 Prozent an, ihr Neurad am ehesten im stationären Fachgeschäft kaufen zu wollen. Bei E-Bike-Besitzerinnen und -Besitzern liegt dieser Anteil bei 74,3 Prozent, bei denjenigen Befragten mit Lastenrädern bei 71,5 Prozent. Gleichzeitig haben 61,9 Prozent in den vergangenen 12 Monaten keine Service-Leistungen des Fachhandels in Anspruch genommen.
Vor dem Besuch im Fachgeschäft haben sich 52,1 Prozent der Befragten noch nicht auf eine bestimmte Marke oder gar ein Modell festgelegt. Die persönliche Beratung bleibt damit ein wichtiger Faktor im Kaufprozess.

Werkstatt lebt von Qualität, Transparenz und Leistungsumfang

Für die Wahl einer Werkstatt sind qualifizierte Mechanikerinnen und Mechaniker der wichtigste Entscheidungsfaktor und werden von 52,2 Prozent genannt. Zudem sind für 40,6 Prozent transparente Kostenschätzungen, für 39,1 Prozent schnelle Reparaturen, für 28,7 Prozent Mehrjahres-Wartungspakete und für 26,7 Prozent Akku-Austausch-Garantien wichtig. Fahrrad-Schutzbriefe inklusive Pannenhilfe nennen 19,7 Prozent der Befragten. Hier liegen laut Alteos zusätzliche Möglichkeiten für wiederkehrende Umsätze und langfristige Kundenbindung.

Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Geschäftsführer von Alteos, sagt: „Der Alteos Rad-Report zeigt, dass der Fachhandel auch in einem sich verändernden Markt eine starke Position hat. Entscheidend wird sein, diese Stärke über den eigentlichen Fahrradverkauf hinaus auszubauen. Wer digitale Sichtbarkeit, persönliche Beratung und verlässliche Serviceangebote miteinander verbindet, schafft nicht nur neue Ertragsmöglichkeiten, sondern vor allem langfristige Kundenbeziehungen. Genau darin sehen wir eine der größten Chancen für den Fahrradfachhandel.“

10 Prozent der Händler nehmen Gebrauchträder in den Blick

Untersucht wurde von Alteos spezifisch auch der Gebrauchtradmarkt, für welchen der Versicherer dem spezialisierten Fachhandel eine starke Ausgangsposition attestiert. 39,0 Prozent der potenziellen Gebrauchtradkäufer würden ihr Rad bevorzugt im Fachgeschäft erwerben; dem gegenüber stehen 14,3 Prozent, die private Online-Marktplätzen bevorzugen. Noch stärker wird der Fachhandel bei E-Bike-Besitzerinnen und Besitzern, nämlich von 46,8 Prozent dieser Gruppe, präferiert. Gebrauchträder anzubieten, scheint inzwischen auch der Fachhandel für sich selbst als Geschäftsfeld zu sehen. Statt 0,9 Prozent (Wert von 2025) sagten zuletzt 10 Prozent der befragten Händler, sie würden sich in den kommenden zwölf Monaten darauf konzentrieren wollen.

Über die Studie

Die Befragungen für den Rad-Report „Neuorientierung im Fahrradfachhandel“ wurden vom vom 2. Juni bis 21. August 2026 unter 5.000 Radfahrenden und 150 Beschäftigten im Fahrrad-Einzelhandel durchgeführt. Zusätzlich wurden 2500 Radfahrerinnen und Radfahrer befragt, die mindestens einmal mit KI recherchiert haben.
Die Ergebnisse wurden dann quotiert und gewichtet.

Der vollständige AlteosRad-Report steht hier zum Download bereit. Ausgewählte Themen des Rad-Reports sollen auch im Rahmen der kommenden Rad-Talks aufgegriffen werden velobiz.de berichtete .

Heute um 06:26 von Sebastian Gengenbach

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