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Zweiter Standort

Mount7 übernimmt Fahrradgeschäft in Freiburg

Der Freiburger Fahrradhändler Mount7 hat sich durch eine Übernahme ein zweites stationäres Standbein in Freiburg geschaffen. Gleichzeitig passt das Unternehmen, das im Jahr 2025 einen Umsatz von 28 Millionen Euro erzielt hat, das Onlinegeschäft der veränderten Marktlage an.

Foto: Mount7 - Hans-Joachim Bauer und Andre Grimmer

Zum 1. August 2026 gehört der Bikeshop Freiburg in der Schützenallee zu Mount7. Mit dem etablierten Standort und dem eingespielten Team vor Ort baut das Unternehmen sein stationäres Beratungsangebot in Freiburg gezielt aus. Mit dem Zusammenschluss bündeln die beiden Standorte in der Schützenallee und in der Bötzinger Straße ihre Kräfte unter einem Markendach. Zusätzliche Fläche, vereinte Kompetenz und leistungsfähigere Strukturen in Administration, Einkauf und Logistik ermöglichen eine noch stärkere Konzentration auf Beratung und Verkauf. Dadurch sollen Abläufe und Beratungsqualität für die Kundschaft weiter verbessert und der stark frequentierte Standort in der Bötzinger Straße entlastet werden.

„Die beiden Unternehmen haben einen ähnlichen Grundgedanken, aber unterschiedliche Stärken und ergänzen sich damit hervorragend. Da lag es auf der Hand, dass man gemeinsame Sache macht“, sagt Arne Grammer, Gründer und Geschäftsführer des Bikeshops Freiburg. Für die Kundschaft des Bikeshops ändern sich vor allem Name und Logo, ein ganz wichtiger Punkt aber nicht: Grammer, Freiburger Pionier der Fahrrad- und MTB-Szene, und sein angestammtes Team werden weiterhin im Laden in der Schützenallee zu finden sein.

Kurzarbeit im Onlinegeschäft

Gleichzeitig berichtet Mount7 von aktuellen Herausforderungen im Online-Geschäft, auf die das Unternehmen jetzt reagiert. Dazu gehört, dass für die in diesem Bereich Beschäftigten bis voraussichtlich Februar 2027 befristete Kurzarbeit eingeführt wird; die Arbeitszeit reduziert sich dort um durchschnittlich 11 Prozent.
"Wie viele Onlinehändler haben wir lange durch klugen Einkauf von den Überproduktionen aus der Post-Corona-Zeit profitiert. Diese Ware ist inzwischen weitgehend abverkauft, das niedrige Preisniveau ist geblieben. Um ausgelastet zu bleiben, reduzieren viele Händler jetzt aktuelle Modelle, teilweise schon kurz nach Erscheinen. Das fällt vor allem online stärker ins Gewicht“, sagt Hans-Joachim Bauer, Geschäftsführer von Mount7.
Mit zwei lokalen Standbeinen will man künftig unabhängiger von kurzfristigen Preisbewegungen im Onlinemarkt. Der Ausbau des stationären Geschäfts gehört seit der Unternehmensgründung zum Plan von Mount7, heißt es vom Fahrradhändler. Mit dem weiteren Standort bekommt dieser Plan jetzt nochmal mehr Gewicht. „Online ist oft der Preis das zentrale Kaufkriterium. Natürlich bieten wir die gleichen Räder nicht zu unterschiedlichen Preisen an, aber vor Ort kaufen Kunden häufiger beratungsintensive Räder, bei denen der Preis nicht allein im Vordergrund steht. Das stärkt auch unsere wirtschaftliche Stabilität“, so Oliver Vonhausen, ebenfalls Geschäftsführer von Mount7.

Heute um 13:07 von Jürgen Wetzstein
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