
Unter dem Dach der Bike Tree GmbH
Neuer Eigentümer will Fahrradmarke Ghost weiterführen
Die Marke sowie sämtliche damit verbundenen Rechte des geistigen Eigentums werden künftig neben Winora und Haibike unter dem Dach der Bike Tree GmbH weitergeführt. Wie das Unternehmen soeben zudem mitteilt, könne Bike Tree durch die Übernahme der Winora-Staiger GmbH auf die bereits vorhandene Erfahrung mit der Marke Ghost sowie umfassende Expertise in Produktentwicklung, Markenführung und Vertrieb zurückgreifen. Damit will die neue Eigentümerin die Voraussetzungen schaffen, die Marke kontinuierlich weiterzuentwickeln und ihre Marktposition zu festigen. Bei der Käuferin Bike Tree GmbH handelt es sich bekanntlich um ein Unternehmen der Tri Star-Gruppe/DuTech mit Sitz in Singapur.
Kritik aus der Schweiz
Die Mitteilung kommt nur kurz nachdem es aus der Schweiz öffentliche Kritik an der Abwicklung des Investorenprozesses gegeben hatte. Die in Herisau/AR angesiedelte Netcylce AG (
www.netcycle.eu
) teilte gegenüber der Presse mit, dass sie zusammen mit einem Finanzpartner ein Konzept zur Übernahme und Fortführung der Winora Staiger Group mit den Marken Winora, Haibike, Ghost Bikes und E.Wiener Bike Parts entwickelt und vorgelegt habe. Das Angebot habe darauf abgezielt, beide Unternehmen operativ fortzuführen, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten und auf Basis ihrer Marken, Marktpositionen und Vertriebsstrukturen eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen.
Die Insolvenzverwalter befanden das von Netcycle unterbreitete Angebot offensichtlich für nicht gut oder verbindlich genug, denn in der Begründung zur Einstellung der Geschäftstätigkeit wird darauf verwiesen, dass keine aus Sicht der Gläubiger ausreichenden Angebote für die gesamte Winora Staiger Group eingegangen seien.
Alain Baumann, Präsident und Verwaltungsrat der Netcycle AG, kritisiert die Entscheidung. Baumann erklärt: „Wir sind überzeugt, dass etablierte europäische Fahrradmarken mit der richtigen Strategie, wettbewerbsfähigen Strukturen und erfahrenen Industriepartnern auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiterentwickelt werden können. Umso mehr bedauern wir, dass unser Angebot zur Fortführung von Ghost und E. Wiener Bike Parts nicht berücksichtigt wurde und die geplante Übernahme der Mitarbeitenden nicht zustande kommt.“
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