
Pragma Industries
Pionier für Wasserstoff-Fahrräder steht vor dem Aus
Wasserstoff-Antriebe fristen weiterhin ein Nischen-Dasein, der Sprung in den Massenmarkt ist bislang nicht gelungen. Das gilt für den Automobilsektor und viel mehr noch für den Fahrradbereich. Ein Blick zurück: Vor nicht ganz zehn Jahren berichtete Pragma noch von einer leicht steigenden Nachfrage nach solchen Brennstoffzellen-Pedelecs, die sich gleichwohl auf sehr geringem Niveau bewegte, velobiz.de berichtete . In den letzten Jahren war es eher ruhiger geworden, was die Weiterentwicklung dieses Antriebssystems und den Verkauf dieser Brennstoffzellen-Pedelecs anbelangt.
Jetzt berichtet die französische Wirtschaftspresse darüber, dass Pragma unter gerichtliche Insolvenzverwaltung gestellt wurde. Als Hauptgründe werden Marktrückgänge und ein sich verschlechterndes Umfeld für die nationale Wasserstoffindustrie genannt. Offensichtlich fehlt es an der Marktakzeptanz für die Wasserstofftechnologie insgesamt, was es schwieriger macht, Kapitalgeber für die Finanzierung zu überzeugen.
Pragma Industries wurde 2004 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf Wasserstoff-Fahrradtechnologie. Später weitete das Unternehmen sein Angebot auf kompakte Brennstoffzellensysteme für eine Reihe von Anwendungen aus. Medienberichten zu Folge beschäftigte Pragma Industries etwa ein Dutzend Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von rund einer Millionen Euro.
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