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Foto: Porsche ebike-Performance (Archiv: velobiz.de)
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Standortschließung in Ottobrunn

Porsche beendet E-Bike-Ambitionen

Sportwagenbauer Porsche verzeichnete zuletzt einen Gewinneinbruch von 91,4%. Jetzt werden Konsequenzen gezogen. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung zieht der Konzern auch die Reißleine beim Joint Venture im E-Bike-Bereich, der Porsche eBike Performance GmbH mit Sitz in Ottobrunn.

In einer knapp gehalten Meldung teilt der Porsche-Konzern jetzt mit, was hinter vorgehaltener Hand in Branchenkreisen schon längst vermutet wurde: Porsche stellt die Aktivitäten der Porsche eBike Performance GmbH ein und schließt in diesem Atemzug die Betriebe an den Standorten Ottobrunn und Zagreb. Betroffen sind davon rund 350 Mitarbeiter. „Diese Maßnahme steht im Einklang mit der strategischen Konzentration der Porsche AG auf ihr Kerngeschäft“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Die Porsche eBike Performance GmbH wurde mit großen Ambitionen gegründet. Im Vordergrund stand der Plan, leistungsstarke E-Bike-Antriebssysteme zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Doch zu einer Markteinführung eines E-Bike-Antriebssystem von Porsche ist es nie gekommen. Jetzt der Schlussstrich: „Aufgrund grundlegend veränderter Marktbedingungen für E‑Bike-Antriebe werden die Aktivitäten des Joint Ventures eingestellt“, so die offizielle Begründung. Wie es mit der auf dem Markt befindlichen E-Bikes mit Fazua-Antrieb weitergehen soll, dazu erklärt ein Porsche-Sprecher auf Anfrage von velobiz.de: "Für Fazua-Kunden wird es weiterhin ein Angebot für Ersatzteile und Service im Handel geben. Weitere Informationen werden zeitnah kommuniziert." Fazua wurde von Porsche eBike Performance im Jahr 2022 vollständig übernommen, (velobiz.de berichtete) .

Dr. Michael Leiters, Vorstandsvorsitzender von Porsche, erklärt: „Porsche muss sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussieren. Das ist die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften.“ In der gleichen Mitteilung wurde bekanntgegeben, dass auch die Tochterunternehmen Cellforce Group GmbH und Cetitec GmbH ebenfalls nicht weitergeführt werden. Dort sind jeweils 50 beziehungsweise 90 Mitarbeitende betroffen.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte Porsche bei einem weiteren Joint Venture im E-Bike-Bereich den Stecker gezogen. Gemeinsam mit Pon Holdings sollten unter dem Markennamen Porsche E-Bikes- und Pedelecs entwickelt und auf den Markt gebracht werden (velobiz.de berichtete) . Doch daraus wurde bekanntlich nichts.

Gestern um 14:18 von Jürgen Wetzstein

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