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Jan-Oliver Hartmann hat mit bikesale.de einen neutralen Marktplatz für gebrauchte Fahrräder geschaffen.
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Portrait - bikesale.de

Problemlöser bikesale.de

Der An- und Verkauf von Gebrauchtfahrrädern stellt Fahrradhändler vor allem im hochpreisen MTB- und Rennradsegment vor einige Herausforderungen. Eine smarte Lösung bietet nun das Internet-Portal bikesale.de.

Der Fahrradhandel hat ein Riesenproblem mit Gebrauchträdern«, sagt Jan-Oliver Hartmann. »Beim Ankauf von Gebrauchträdern kannst du als Händler nicht als Winner herausgehen«, begründet der Gründer und Geschäftsführer von bikesale.de seine These. Die Situation ist im Fahrradhandel hinlänglich bekannt: Was machen Kunden, die bereit sind, mehrere tausend Euro für ein neues Bike auf die Ladentheke zu legen, mit ihrem schon vorhandenen Bike? Seitdem solche Kaufbeträge für ein Mountainbike, Rennrad oder andere Art von Fahrrad nicht mehr unüblich sind, haben auch gebrauchte Fahrräder ihren Wert. Die Zeiten, als man froh sein konnte, für ein altes Fahrrad auf dem Flohmarkt noch eine Handvoll Euros zu bekommen, sind lange vorbei. Preise über 1000 Euro für ein gut erhaltenes, gebrauchtes Fully sind nicht unüblich.
Das wissen auch die Kunden im Fahrradladen und verbinden damit oft eine Erwartungshaltung an ihren Fahrradhändler. »Die Branche erkennt langsam, dass steigende Neupreise sich immer schwerer ohne funktionierenden Second-Hand-Markt rechtfertigen lassen«, sagt Hartmann. Am liebsten würden die meisten Kunden ihr Bike beim Neukauf zu einem attraktiven Preis in Zahlung geben. Doch angesichts knapper Deckungsbeiträge wäre dies für den Fachhandel ein Minusgeschäft. Nicht viel besser ist die Lösung, Bikes auf Kommission im Auftrag des Kunden zu verkaufen: Mitunter wird der eine oder andere Kunde dadurch vielleicht verleitet, das günstige Gebrauchtrad im Laden statt eines neuen Bikes zu wählen, ohne dass der Händler an dem Verkauf mitverdient.
Ohne Unterstützung des Fachhandels war es jedoch auch für die Kunden mangels geeigneter Umfelder schwer, für ihr Gebrauchtrad einen fairen Gegenwert zu erzielen. An dieser Problematik dockt nun das 2013 gegründete Portal bikesale.de an, das eine fachspezifische Plattform für den Handel mit Gebrauchträdern bietet und dabei auch den Fachhandel mit einbindet.
Auf bikesale.de finden Verkäufer nicht nur einen attraktiven Marktplatz, um ihr Gebrauchtradangebot darzustellen, sondern auch umfangreiche Hilfestellungen bei Erstellung und Abwicklung eines Angebots. Dazu zählen zum Beispiel Funktionen zur Wertermittlung, die Optimierung von Inseraten und einen Versandservice für verkaufte Fahrräder.
Das Einstellen eines Gebrauchtrades ist zunächst kostenlos. Erst bei erfolgreichem Verkauf wird eine Vermittlungsprovision in Höhe von 3 % fällig. An dieser Stelle setzt auch die Zusammenarbeit mit Fahrradhändlern an: Zum einen können Fahrradhändler ihre Bestände an Gebrauchträdern derzeit noch provisionsfrei verkaufen. Darüber hinaus können Händler ihren Kunden einen Coupon aushändigen, mit dem diese einen Nachlass von 20 % auf die Verkaufsprovision erhalten.
Beiden Lösungen ist gemeinsam, dass der Verkauf des Gebrauchtrades auf einer neutralen Plattform und nicht im Laden des jeweiligen Fahrradhändlers stattfindet. Übrigens gibt es inzwischen auch immer mehr Fahrradanbieter, die ihre Musterbestände und Testflotten
via bikesale.de nach Saisonende
vermarkten.
»Wir empfehlen Händlern, Gebraucht-räder nicht selbst zu verkaufen. Trotzdem sollte der Händler die Thematik pro-aktiv aus einem Servicegedanken und zu Kundenbindungszwecken im Verkaufsgespräch aufgreifen. Händler können ihre Kunden dafür sensibilisieren, dass sie mehr Geld für ein Neurad haben, wenn sie ihr altes verkaufen«, erklärt bikesale.de-Frontmann Hartmann, der auch begründet, warum Händler nicht selbst gebrauchte Räder ankaufen oder anbieten sollten: »Der Grund liegt auf der Hand: Gewährleistung, Gewinnverschiebung oder Kapazitätsprobleme sind nur einige der vielen Faktoren. Stattdessen kann der Händler selbst Gebrauchtrad-Plattformen nutzen, um seine Ladenhüter oder Modelle der letzten Saison für gutes Geld dem größtmöglichen Interessentenkreis zu präsentieren. Er hat damit ohne viel Aufwand und mit hohen Erfolgsaussichten auf einen Verkauf noch ein zusätzliches Marketingtool aktiviert – eine gute Möglichkeit auch überregional auf seinen Laden aufmerksam zu machen.«

22. April 2015 von Markus Fritsch

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