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Nachgehakt - Die Meldung hinter der Meldung

Rabiate Gewalt fordert angepasste Sicherheit

Einbrüche in Fahrradläden sind eine alte Geißel der Branche. Sie sind inzwischen das ganze Jahr über ein Problem. Auffällig ist, wie rabiat die Einbrecher heute vorgehen.

In diesem noch recht jungen Jahr (Stand Mitte Februar 2026) sind bereits vier größere Einbrüche in Radläden bekannt geworden velobiz.de berichtete . Da ist es für die betroffenen Betriebe kein Trost, dass die Einbruchszahlen insgesamt über die Jahre gesunken sind.
Eine Auffälligkeit der Einbrüche in jüngster Zeit: Die Täter gehen kein bisschen zimperlich vor, sondern im Gegenteil regelmäßig mit brachialer Gewalt. Das ist eine Veränderung zu früheren Jahren, als noch entweder das vorgesehene Diebesgut geschont werden sollte oder die agierenden Einbrecherbanden weniger professionell vorgingen.

Von der Polizei gibt es heute schon angepasste Empfehlungen, wie das eigene Ladengeschäft auch gegen das neue Vorgehen geschützt werden kann. Ein mechanischer Perimeterschutz, also massive physische Barrieren etwa in Form von großen Beton-Blumenkübeln oder schwere Steinquader sorgen dafür, dass Täterfahrzeuge nicht mehr an die Schaufensterfronten kommen.

Verbundsicherheitsglas in Verbindung mit wurfhemmenden Rollgittern innen sind ebenfalls Zeitfresser, die Einbrechern das Leben schwer machen können. Gerade bei E-Bikes ist die Diebesgutentwertung ein sehr wirksamer Tipp: Die Akkus sollten nach Möglichkeit über Nacht abgenommen und in separaten, gesicherten Ladeschränken aufbewahrt werden. Ohne Akku verliert das E-Bike massiv an Wert und ist viel schwerer weiterzuverkaufen. Gerade die hochwertigen Bikes sollten im Laden angeschlossen und zusätzlich einige Räder mit GPS-Trackern als Köderräder versehen werden. Inzwischen gibt es auch Alarmlösungen, die binnen Sekunden einen undurchblickbaren Kunstnebel im Raum verbreiten und so einen Einbruch erschweren. //

(dh)

8. April 2026 von Daniel Hrkac
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