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Der Weg in die Zukunft hält für Zwift aktuell einige Hindernisse bereit.
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Boom gebremst

Schwierige Zeiten für Trainingsplattform Zwift

Baisse statt Boom. Die Trainingsplattform stutzt ihre Zukunftspläne deutlich zurück. Statt Wachstum stehen Personalabbau, Umstrukturierungen und ein Stopp der eigenen Hardware-Entwicklung beim kalifornischen Internetunternehmen Zwift Inc. an.

Die Medien „DC Rainmaker“ und „Zwiftinsider“ berichten über eine größere Entlassungswelle bei dem Anbieter der virtuellen Trainingsplattform Zwift. „Zwiftinsider“ beruft sich auf Quellen im Unternehmen und schreibt über einen Abbau von etwa 20 Prozent der gut 700 Arbeitsplätze, „DC Rainmaker“ schreibt von mehr als 150 Betroffenen – offizielle Angaben des Unternehmens dazu gibt es noch nicht.

Das Unternehmen informierte seine Mitarbeiter am Donnerstag vergangener Woche mit Blick auf die wirtschaftliche Gesamtlage darüber, dass die Geschäftsleitung die Pläne für eine eigenes Smart-Bike auf Eis gelegt habe. Stattdessen wolle man sich verstärkt der Entwicklung der Game-Experience widmen, beispielsweise durch schneller auf den Markt gebrachte Updates. Das Unternehmen selbst schrieb, “diese Änderungen werden Zwifts starke finanzielle Position bewahren, während die Welt durch diese turbulenten Zeiten steuert.“ Wie es um diese Situation wirklich steht, ist für Insider eine spannende Frage, die es in den kommenden Monaten zu prüfen gilt. Fest steht aber wohl, dass bei Zwift der „Lead Game Designer“ Wes Salmon zu den prominenten Abgängen gehört.

Die Nachrichten von Zwift passen ins Bild des zuletzt leidenden Heimtrainings-Segments. Schwierig ist die Lage beispielsweise bei Peloton. Der Aktienkurs des Unternehmens war im Laufe der letzten Monate eingebrochen, zuletzt hatten die Analysten besorgt auf schwache Umsatzzahlen und hohe Verluste reagiert. „Turnarounds sind hart“, hatte Peloton-CEO Barry McCarthy seinen Aktionären dazu geschrieben.

16. Mai 2022 von Tim Farin
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