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Pedelecs werden künftig immer häufiger in den Städten zu sehen sein
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Potenzial für die Zukunft ermittelt

Studien nehmen Schweizer E-Bike-Käufer unter die Lupe

Zwei unterschiedliche Studien mit einem gemeinsamen Ziel: Wie sieht die Zielgruppe der E-Bike-Käufer im Detail aus und welches Potenzial lässt sich daraus für künftige E-Bike-Verkäufe ableiten? Das Observatoire universitaire de la mobilité der Universität Genf und das Institut für Politikstudien Interface in Luzern im Auftrag von Newride haben sich mit diesen Fragen beschäftigt. Dafür wurden Einzelbefragungen von E-Bike-Käufern in Genf und Basel durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragungen wurden kürzlich veröffentlicht.

Die Ergebnisse stimmen positiv, was die kommende Entwicklung der E-Bike-Branche betrifft und welche ökologisch wertvollen Konsequenzen dahinter stehen könnten. Die Autoren der Studie des Observatoire universitaire de la mobilité wagten aufgrund der steigenden Verkaufszahlen in der gesamten Schweiz sogar die Prognose, dass bis zum Jahr „2030 rund 10 % der Genfer E-Bike-Besitzer sein könnten und so jährlich über 16.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart würden“.

Für ihre Studie wurden 309 E-Bike-Nutzer im Raum Genf befragt. Die Ergebnisse der NewRide-Studie basieren auf 634 Fragebögen, die von Käufern eines Elektrofahrrads ausgefüllt werden mussten, wenn sie einen Antrag auf Förderzuschüsse für E-Bikes stellten. Beide Studien zeichneten mithilfe ihrer Ergebnisse ähnliche Profile für die E-Bike-Käuferschicht.

Gut situiert und umweltbewusst

So ist der typische Käufer eines Pedelecs in der Regel zwischen 45 und 50 Jahre alt, wobei Männer und Frauen sich mittlerweile ungefähr die Waagschale halten. Allerdings hat der Anteil der weiblichen Käufer in den letzten Jahren zugenommen. Der Großteil der E-Bike-Käufer ist sozial gut gestellt, besitzt eine höhere Fach- und Berufsausbildung oder einen Abschluss an einer höheren Fachschule oder Universität, ist berufstätig oder bereits im Ruhestand und bezieht ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Der Anteil Erwerbsloser oder Nicht-Erwerbstätiger ist dagegen vergleichsweise gering. Erkennbar ist in den letzten Jahren jedoch der Trend, dass die Zahl der Käufer mit geringerem Bildungsstand und niedrigerem Einkommen wächst.

Als Hauptgrund für den Kauf eines E-Bikes gaben die Probanden ökologische Gesichtspunkte an. Die Tatsache, dass die meisten Befragten einen Autoführerschein besitzen, aber zugunsten des E-Bikes oder Öffentlicher Verkehrsmittel (82 % gaben an, ein Abonnement für den Öffentlichen Nahverkehr zu besitzen, der Schweizer Durchschnitt liegt bei etwa 50 %) lieber das Auto stehen lassen, untermauert diese Aussage. Weitere Gründe für die Kaufentscheidung sind der geringere Kraftaufwand, der höhere Komfort und gesundheitliche Aspekte.

Hauptsächlich wird das elektrisch unterstützte Fahrrad für Freizeitaktivitäten genutzt sowie um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren. Dabei sitzen die Probanden täglich im Schnitt 22 Minuten im Sattel, was einer Strecke von ungefähr 7 Kilometern entspricht. Im Jahresmittel bringt es der Kilometerzähler des E-Bikes somit auf rund 3000 Kilometer.

Für Pedelec-Marken ist noch Luft nach oben

Gewinner unter den Pedelec-Marken war in den letzten Jahren der Hersteller Flyer, der seinen Anteil unter den befragten Personen von 40 % im Jahr 2003 bis zum Jahr 2008 verdoppeln konnte. Anbausätze, wie z. B. der Marke BionX, fanden im Laufe der Zeit ebenfalls immer größeren Zuspruch.

Informationen vor dem Kauf holten sich die Interessenten vor allem über ihren Freundeskreis. Als weitere Informationsquellen dienten Werbung, Händler und das Internet.

Zusammenfassend sehen die Studien-Autoren eine positive Zukunft für den E-Bike-Markt. Kommen dazu noch infrastrukturelle Veränderungen, die das Radwegenetz und die Verkehrssicherheit verbessern, könne das E-Bike-Segement durchaus noch weiter wachsen und noch mehr Anhänger finden.

Alle Ergebnisse beider E-Bike-Studien stehen detaliert im Internet zum Download bereit:

www.mobilservice.ch/

18. Februar 2010 von Cora Wetzstein
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