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Foto: Thun - Teams von 1432 und THUN beim ersten gemeinsamen Treffen in Enepetal im vergangenen Sommer.
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Erste Produkte in Taipeh

Thun geht Partnerschaft mit französischem Entwickler ein

Deutsch-französische Kooperation: Komponentenhersteller Thun und der französische Entwickler 1432 sind eine strategische Kooperation eingegangen. Wie dieses Zusammenarbeit aussieht und welche Ergebnisse daraus bereits in diesen Tagen auf der Taipei Cycle Show zu sehen sind.

Foto: Thun/1432 - E-Climax Kurbel

1432 wurde im Jahr 2023 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und produziert strukturelle und mechanische Bauteile in Europa und deckt dabei den gesamten Entwicklungsprozess ab – von Engineering und Simulation über Prototypen bis hin zur Pilotserienfertigung. Im ersten Schritt der Kooperation übernimmt Thun hier im Porträt bei velobiz.de die weltweiten kommerziellen Aktivitäten, einschließlich Vertrieb an Fahrrad- und E-Bike-Hersteller, Auftragsabwicklung, Lieferung und After-Sales-Service, während 1432 weiterhin für die Produktion verantwortlich bleibt.

Die ersten Produkte im Rahmen der Kooperation sind die eClimax-Kurbelarme, die auf der am Mittwoch beginnenden Taipeh Cycle Show (Stand: M0309) präsentiert werden:
„eClimax 516“ wurde entwickelt für City- und Urban-Mobility-E-Bikes und ist verfügbar mit ISIS- sowie JIS/ISO-Schnittstellen.
„eClimax 1213“ ist ausgelegt für E-MTB-Anwendungen und verfügbar mit ISIS-Schnittstelle.
Beide Kurbelmodelle sind darauf ausgelegt, Drehmomentbelastungen und Haltbarkeitsanforderungen moderner E-Bike Plattformen gerecht zu werden. Sie erfüllen die Anforderungen der Norm ISO 4210 (MTB-Anforderungen) und sind ab sofort für OEM-Sampling und Tests verfügbar.

Weitere Anknüpfungspunkte

Über die Distribution der eClimax-Kurbelarme hinaus umfasst die Partnerschaft auch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die zukünftige Entwicklung weiterer Antriebskomponenten. Die Unternehmen planen, zusätzliche Produktlinien sowohl für E-Bikes als auch für konventionelle Fahrräder gemeinsam zu entwickeln und damit die Anforderungen von OEM-Herstellern sowie ausgewählten Aftermarket-Anwendungen zu adressieren.

Blick auf Europa

Die Kooperation soll zudem die europäischen Fertigungskapazitäten innerhalb der Fahrradindustrie stärken, indem lokal produzierte Komponenten mit einem etablierten internationalen Vertriebs- und Servicenetzwerk kombiniert werden.

„Unsere Branche ist stark globalisiert – und das sehen wir grundsätzlich als großen Vorteil. Gleichzeitig schätzen wir unsere Partner und Freunde in Übersee sehr, erkennen aber auch, dass eine zu große Abhängigkeit angesichts geopolitischer Entwicklungen Risiken mit sich bringen kann. Deshalb sind wir überzeugt, dass in Europa gefertigte Komponenten zu wettbewerbsfähigen Preisen, ermöglicht durch hochautomatisierte und digitalisierte Prozesse, eine wichtige Rolle spielen werden. Wir freuen uns sehr, mit 1432 einen Partner gefunden zu haben, der diese Vision teilt“, sagt Alex Thun, Co-CEO von Thun.

23. März 2026 von Jürgen Wetzstein

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