
Kick-off in Köln:
Towards Tomorrow European Bike Show nimmt Form an
„Wir sprechen über die Chance, Europas Stärke als einer der bedeutendsten Fahrradmärkte der Welt deutlich sichtbar zu machen und gemeinsam eine Plattform zu entwickeln, die weltweite Orientierung gibt.“ So fasste Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse, das Ziel des Kick-off-Events am 9. September zusammen. Rund 150 Gäste hatten den Weg nach Köln auf sich genommen, um genau zu beobachten, wie die Messepläne für die Towards Tomorrow European Bike Show sich entwickelt haben. Die neue Fachmesse, initiiert vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und organisiert in Zusammenarbeit mit der Koelnmesse, wird vom 6.-8. September 2027 stattfinden
velobiz.de berichtete
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Seitens der Koelnmesse wurde betont, dass man sich der Bedeutung und Funktionsweise von Leitmessen, denn dies ist der Anspruch der Towards Tomorrow European Bike Show, bewusst ist. Der Kick-off sei eine Einladung zum Dialog an die Branche. Man wolle im kommenden Jahr in drei Kölner Messehallen Orientierung bieten, Wissen teilen und die Dynamik der internationalen Fahrradbranche sichtbar machen.
Key Player sind entscheidend
Ein Ziel machte Frese deutlich und appellierte zugleich an den Fahrradmarkt. Eine Leitveranstaltung könne nicht funktionieren, wenn die Branche sie nicht als solche annehme. Das Zusammenspiel aus Messe und dem Wirtschaftszweig Fahrrad dürfte über den ZIV gut funktionieren. Auch historisch gesehen sei der Messestandort Köln zudem mit der Fahrradbranche verbunden. Wirkliche Relevanz ließe sich jedoch nur erreichen, wenn Key Player den Weg nach Köln als Aussteller finden.
Dieser essentielle Punkt war nach digitalen Grußworten von Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen auch in den Ansprachen von Bernhard Lange (geschäftsführender Gesellschafter Paul Lange GmbH & Co. KG) sowie Burkard Stork (Geschäftsführer ZIV) spürbar.
Lange hob hervor, dass er auf internationalen Geschäftsreisen ein großes Interesse an der neuen Messe wahrgenommen habe. Positiv wertete er auch den Zeitpunkt des Events. Obgleich ein Teil der Vororder im September schon abgeschlossen sei, verhindere die Branche, Fahrräder im Bestand schon während der Saison zu entwerten, wenn neue Modelle nicht inmitten der Saison vorgestellt würden. Er begrüßte zudem den Austausch und das intensive Engagement der Koelnmesse.
Burkard Stork teilte sich die Bühne gleich zu Beginn seines Auftritts mit Fred Schierenbeck (ZEG), Uwe Wöll (VSF) sowie Georg Wagner (BICO). Dass die drei wichtigen Akteure der Towards Tomorrow European Bike Show ihren Support zeigen, ist sicher ein entscheidender Trumpf in den Ärmeln von ZIV und Koelnmesse. Diese Unterstützung ist auch deshalb nicht selbstverständlich, weil die Veranstalter die neue Messe räumlich an den Ort der ZEG-Messe und zeitlich in die Nähe des ehemals für das Bike&Co-Order-Festivals angesetzten Termins für den September gelegt haben. Das Orderfestival wurde mittlerweile auf den Zeitraum 13.-15. August 2027 verlegt, wie
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. Für die ZEG sagte Schierenbeck, man habe in Köln gute Veranstaltungen durchgeführt in der Vergangenheit. Es sei aber direkt klar gewesen, dass man sich bei der Towards Tomorrow European Bike Show engagieren wolle. Für die BICO seien die zwei Auftritte im September des kommenden Jahres kein Widerspruch, da ein nationales Orderfestival und eine internationale Weltleitmesse durchaus unterschiedliche Ausrichtungen bieten könnten, so Wagner. Wichtig sei laut ihm, dass die neue Messe für die Teilnehmer gut finanzierbar sei und die Branche genug Commitment zeige, um der Messe Zeit zu geben, sich zu etablieren. Der Termin sei insofern positiv zu werten, als dass er auch kleineren Händlern einen Besuch ermöglichen dürfte.
Für Uwe Wöll ist es wichtig, bei der Towards Tomorrow European Bike Show Demut vor den eigenen Zielen zu beweisen und die Zusammenarbeit zu würdigen, die an anderer Stelle gefehlt habe. Für die Zielgruppe Handel brauche es eine vertraute Atmosphäre in Köln. Stork präzisierte, was die Ziele der neuen Messe sind. Die größte Fahrradmesse Deutschlands zu werden, reiche nicht aus. „Ohne den Handel geht es nicht“, sagte Stork auf der Bühne.
Erfreulich für die Zielgruppe Handel dürfte sein, dass die konkreten Pläne für diese Gruppe der Marktteilnehmer eine kostenlose Teilnahme ermöglichen dürfen. Aussteller haben in einem obligatorischen Marketingpaket Zugriff auf unbegrenzte Gast-Tickets, die sie den Händlern zur Verfügung stellen können.
Konkrete große Namen neben der ZEG und BICO, sowie Paul Lange, fielen in Köln nicht. Aber die Anwesenden Gäste würden die gesamte Bandbreite der Fahrradbranche, vom Handel über Service-Produkte, Prüfinstitute und kleine sowie große Hersteller von Fahrrädern, E-Bikes, Komponenten und Zubehör, wie Stork hervorhob. Präsenz zeigten auch die Verbände VSF, Zukunft Fahrrad sowie ECI und der polnische Industrieverband. Man freue sich auf Beteiligungen aus der ganzen Welt, erklärte Stork, auch mit Blick auf Gerüchte, dass asiatische Hersteller nicht willkommen wären.
Buchungsportal geöffnet
Mit dem Kick-off-Event gestern wurde heute auch das Buchungsportal der Messe eröffnet. Bis zum 10. November gelten Early-Bird-Tarife für Buchungen. Diese liegen preislich bei 190 Euro pro Quadratmeter Bodenfläche. Ab dem 11.11. greift dann der reguläre Preis (235 Euro/Quadratmeter) und ab 26.7.2027 der Tarif Last Call (280 Euro/Quadratmeter).
Im Mittelpunkt der Messe stehen die Ziele Innovation, Order, Kundentermine sowie politische und mediale Relevanz. Mit den Hallen 6,7 und 9 wolle man seitens der Koelnmesse den modernsten Teil des Deutzer Geländes für die neue Messe zur Verfügung stellen. Die Hallen, die in Summe mehr als 50.000 Quadratmeter Fläche umfassen, sind bis auf kleine Hydranten barrierefrei und insofern flexibel gestaltbar. Die Versorgung mit Wasser, Strom oder Druckluft erfolgt von unten. Zudem sind die Hallen intuitiv verbunden. Trotz der Lage inmitten der Kölner Innenstadt soll die Anlieferung problemlos und nahezu ohne Stau möglich sein, durch Zeitslots, die Aussteller für Materiallieferungen buchen müssen. Im Bereich der Halle 1 soll es dann Parkmöglichkeiten geben.
Projektleiterin Diana Dréan und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koelnmesse vermittelten in kleineren Vorträgen und bei Rundgängen durch die Messehallen, was die Messe den Ausstellern bieten wird. Geplant sind große Bühnen für Keynotes und Kleinere, wo Innovationen und Produkte sowie der Austausch mit dem Publikum im Vordergrund stehen sollen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Bühnen gemeinsam mit Ausstellungen. Bislang wurden vier Themen („Digitize the Bike business”, “Specialty Bicycles”, “Cargo/Commercial” und “Workshop”) definiert. Die Hallen wolle man ebenbürtig gestalten und mit Blick auf die Aussteller mischen mit mehreren inhaltlichen Ankerpunkten pro Halle. Für den Testparcours ist aktuell die Fläche zwischen den Hallen 6 und 7 angedacht. Eine große Branchenparty soll es am zweiten Messetag geben.
Die Koelnmesse nutzte die Gelegenheit, um die eigenen Kompetenzen zu vermitteln. Die Messegesellschaft ist in mehr als 100 Ländern präsent, mit 11 Tochtergesellschaften. Sie ist an 56 internationalen Events beteiligt. Mit diesem Netzwerk wolle man sich global für die Towards Tomorrow European Bike Show einsetzen. Im Rahmen der Taichung Bike Week werde es etwa einen Abend für den taiwanesischen Markt geben. Den Dialog mit der Branche wolle man auch ansonsten suchen, im Oktober ist ein Zukunftsdialog zum Thema Werkstattausstattungen anvisiert.
Für Aussteller biete man Standard-Service-Produkte, System- und Individualstandbau, aber auch besondere Services wie Videostandbewachung an. Vor Ort bestehen zudem umfangreiche Möglichkeiten, digitale und gedruckte Werbeflächen zu buchen.
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