
Nur Werkstatt im Plus
VDZ-Berechnung: Umsätze im Fahrradhandel befinden sich weiter im Sinkflug
Die soeben veröffentlichten Kennzahlen hat der VDZ nach eigenen Angaben aus aktuellen Branchenberichten und Expertenberichten ermittelt. Im Detail sehen diese so aus: Der Umsatz bei E-Bike-Verkäufe sank im Vergleich zum Jahr 2024 um 10 bis 12 %, der Umsatz mit Bekleidung, Helmen, Zubehör und Teilen ging um 10 bis 15 % zurück. Entgegen dieser Entwicklung stieg der Umsatz in den Werkstätten um 10 bis 15 %. Den Durchschnittspreis bei Fahrrädern gibt der VDZ mit ca. 720 EUR (brutto) an, bei Pedelecs sind dies ca. 3350 EUR (brutto).
Ursachenforschung
Der VDZ nennt für diese rückläufige Marktentwicklung mehrere Ursachen. „Maßgeblich war weiterhin die schwache Konjunkturlage in Deutschland, geprägt durch Insolvenzen und Schließungen mittelständischer Industriebetriebe. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher führte sowohl im Bargeschäft als auch beim Leasing zu Umsatzrückgängen. Händler berichten von einer deutlich geringeren Nachfrage nach der Finanzierungsoption Dienstradleasing. Negative Berichterstattung über die angespannte Weltlage und internationale Krisen verstärkten diesen Effekt zusätzlich.“
Weiterhin berichtet der VDZ von weiterhin hohen Warenbeständen, die teilweise abgebaut werden konnten, jedoch immer noch eine Belastung für die Handelsstufen darstellen. Damit verbunden waren intensive Preiskämpfe und ein Margenverfall, die sich in der negativen Umsatzentwicklung widerspiegeln. Interessant: Eine differenzierte Betrachtung nach Umsatzgröße der Einzelhandelsbetriebe zeige jedoch ein etwas anderes Bild: Besonders kleine und mittlere Unternehmen konnten sich den starken Umsatzrückgängen eher entziehen als größere Fahrradhändler.
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