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Die Macher von Veloplace wollen den Schweizer Fachhandel fit machen für den digitalen Wettbewerb.
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Neues Joint-Venture:

Veloplace.com befördert den Schweizer Handel ins digitale Zeitalter

Auch in der Schweiz stellt sich in der Fahrradbranche immer dringender die Frage, wie der stationäre Handel sich in einer zunehmend digital geprägten Zukunft behaupten kann. Als eine Antwort auf die Frage haben drei Schweizer Akteure im Fahrradmarkt bereits vor drei Jahren einen Plan geschmiedet. Das Ergebnis, die Vermarktungsplattform veloplace.com, wurde im Frühjahr einigen ausgewählten Marktteilnehmern präsentiert. Nun ging die Beta-Version von veloplace.com online.

Die Macher von Veloplace wollen den Schweizer Fachhandel fit machen für den digitalen Wettbewerb.Das Motto von Veloplace lautet „Nebenan ist überall“

Die zunehmende Dominanz digitaler Vertriebsformen im Fahrradhandel, die nicht zuletzt jüngst mit der Fusion der britischen E-Commerce-Riesen Chain Reaction und Wiggle noch deutlicher wurde, lässt auch in der Schweiz die Alarmglocken schrillen. Und das schon vor drei Jahren: Damals setzten sich Marius Graber vom Fahrradladen Velociped, Dirk Kurek, Frontmann von Fahrradanbieter Komenda, und der Software-Spezialist Stefan Rink von der Ixini GmbH an einen Tisch. Das Ziel lautete, mögliche Strategien zu entwickeln, damit Fahrradhändler die Möglichkeiten, die Smartphones und das Internet bieten, für sich besser nutzen und somit der Internet-Konkurrenz etwas entgegen setzen können.

Das Ergebnis wurde bereits Anfang des Jahres einigen ausgesuchten Marktteilnehmern präsentiert: Mit dem Internet-Portal veloplace.com, das als Beta-Version vor wenigen Tagen online ging, haben die drei Akteure eine Plattform geschaffen, mit der Händler und Grosshändler den lokalen Fachhandel vernetzen. Unter dem Motto „Nebenan ist überall“ kann der Velohändler seine Kunden online wie offline bedienen, seine Beratung und Service anbieten und darüber hinaus bei wachsendem Angebot seine Lagerkosten kontrollieren und minimieren, also von nebenan jederzeit für seine Kunden da sein.

Kunden können an einem Terminal im Shop auch auf Bestände zugreifen, die der Händler nicht am Lager hat, und sich entweder nachhause oder zum Händler schicken lassen. "Unsere Kunden sollen es bequem haben: Ob sie zuhause online bestellen wollen oder bei uns im Shop, ob sie sich die Sachen nach Hause liefern lassen oder bei uns im Laden abholen, wir wollen unseren Kunden alle Möglichkeiten anbieten können. Wir wollen die Chancen von Internet, Smartphones und Onlineshopping für uns nutzen. Als einzelner Veloladen könnten wir das nicht stemmen, mit Veloplace geht's”, sagt Cyrill Wiget, der Inhaber von Velociped.

Mit Amsler Bikes & Parts, Chris Sports, Fuchs-Movesa, Tour de Suisse, TST Trading und Vitelli Velobedarf beteiligen sich bereits zum Start einige der wichtigsten Schweizer Importeure an Veloplace. Und auch auf Händlerseite ist die Resonanz positiv: Seit der ersten Vorstellung haben sich bereits 100 unabhängige Velohändler angemeldet, heißt es von den Veloplace-Machern.

„Es ist wegweisend, dass der Händler so seine Kernkompetenz, nämlich die räumliche Nähe, Service und Beratung, sowie den persönlichen Handschlag, mit den Vorteilen des Online Handels verknüpfen kann. Bisher wusste zwar jeder, dass hier die Zukunft liegt, die Investitionen für jeden Einzelnen waren aber einfach zu hoch. Mit Veloplace bündeln wir die Kräfte“, sagt Komenda-Mitarbeiter Dominic Land, der als Manager die Steuerung von Veloplace übernommen hat.

Noch liegt vor dem neuen Schweizer Marktplatz jedoch erstmal einige Arbeit: Die Beta-Version beinhaltet gegenwärtig nur ein beispielhaftes Sortiment mit Zubehör und Accessoires. Auch seien noch nicht alle Händler angeschlossen, heißt es von Veloplace. Ziel sei, dass die Plattform bis zum Weihnachtsgeschäft in der angedachten Form laufen soll.

14. Juli 2016 von Markus Fritsch

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