
Konsumklima im Juni
Verbraucherstimmung stabilisiert sich
Auch wenn die Richtung wieder stimmt, insgesamt bleibt die Konsumlaune in Deutschland weiterhin verhalten. Der moderate Anstieg resultiert aus einer etwas positiveren Einkommenserwartung, während die Anschaffungsneigung und Sparneigung weitestgehend auf dem Niveau des Vormonats bleiben.
„Die Verbraucherstimmung stabilisiert sich derzeit niedrigem Niveau“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Die Einkommensaussichten erholen sich nur wenig. Die Anschaffungsneigung verharrt im pessimistischen Bereich und auch die Sparneigung geht nicht zurück. Ein Aufwind in Richtung Vorkriegsniveau zeichnet sich daher noch nicht ab, auch wenn die Friedensverhandlungen und der Rückgang der Rohölpreise die Inflationssorgen der Verbraucher mildern und die Konjunkturerwartungen wieder etwas aufhellen.“
Preise und Konjunktur
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbessern sich in diesem Monat erneut. Der Indikator steigt um 2,5 Zähler auf -8,7 Punkte. Zwar rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten, aber der Pessimus scheint nachzulassen.
Auch bei den Preiserwartungen zeigt sich eine positive Entwicklung: Sie gehen im Juni zum zweiten Mal in Folge zurück. Die Mehrheit der Verbraucher blickt daher weniger pessimistisch auf die Preisentwicklung der kommenden 12 Monate.
Die Entwicklung dieser Indikatoren dürfte vor allem die jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran widerspiegeln, heißt es in einer Pressemitteilung von NIM. Die dadurch gestiegenen Erwartungen an eine Entspannung der geopolitischen Lage im Nahen Osten hätten zu einer Beruhigung an den internationalen Energiemärkten beigetragen.
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