Eye-Tracking-Experiment
Viele Autofahrer haben Radfahrer nicht auf dem Schirm
Im Rahmen der Untersuchung wurden den Probanden spezielle Brillen aufgesetzt, mit denen mikroskopisch kleine Bewegungsveränderungen der Augen verfolgt und aufgezeichnet wurden. So stellten die Forscher fest, welche Begebenheiten oder Gegenstände im Blickfeld des Autofahrers fokussiert werden und so sein Fahrverhalten beeinflussen (z.B. Gebäude, Passanten).
Das Ergebnis bewertet die Versicherung als besorgniserregend: Denn rund 22 % er Radler werden trotz guter Sichtverhältnisse im Straßenverkehr von Autofahrern übersehen. Gehen Fußgänger über die Straße, ohne einen gekennzeichneten Überweg zu nutzen, werden hingegen nur 4% nicht wahrgenommen. Die Studie zeigte außerdem, dass bei Autofahrern die Nutzung eines Navigationsgeräts zu einer verminderten Aufmerksamkeit führt. 24% der Radfahrer wurden für diese Probanden „unsichtbar“. Laut der Studie scheinen auch Frauen eine höhere Neigung zu haben, Radler im Straßenverkehr zu übersehen. 26% der Fahrradfahrer wurden von den weiblichen Probanden nicht wahrgenommen. Bei den Männern waren es 17%. Des Weiteren sind jüngere PKW-Fahrer eher geneigt, einen Radfahrer nicht mit den Augen zu erfassen: Die 20- bis 29-jährigen Studienteilnehmer haben 31% der Radler nicht bemerkt – bei den 50- bis 59-jährigen waren es im Vergleich 21%.
Die Versicherung geht davon aus, dass die Situation auf unseren heimischen Straßen ähnlich ist.
für unsere Abonnenten sichtbar.