2 Minuten Lesedauer
Handelsverband Deutschland
i

HDE-Prognose

Weihnachten zeigt sich krisenfest

Obwohl die aktuelle Lage im Einzelhandel auch wegen der vor sich hin dümpelnden Konsumlaune für viele Einzelhändler schwierig ist, rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Vorjahresvergleich mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft. Welche Gründe dafür angeführt werden.

Der HDE zieht seien Optimismus aus den Ergebnissen einer repräsentativen, vom HDE beauftragten Verbraucherumfrage. Diese zeigt, dass die Kunden und Kundinnen ihre Ausgaben für Geschenke auf Vorjahresniveau halten wollen.

„Viele Handelsunternehmen sehen sich vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts mit steigenden Kosten für Energie, Personal und ausufernder Bürokratie konfrontiert. Das trägt nicht zu einer optimistischen Einschätzung der Geschäftslage bei. Doch die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

In der vom HDE beauftragten Umfrage des Handelsblatt Research Institutes bei über 2.000 Personen zeigt sich: Bei den Geschenkeinkäufen gibt im Durchschnitt zu Weihnachten 2026 jeder 262 Euro aus. Dieser Wert bleibt im Vergleich zu 2025 damit stabil – damals waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Menschen gibt gleich viel wie im Vorjahr für die Weihnachtsgeschenke aus, zehn Prozent planen mit einer Steigerung, 24 Prozent mit einer Reduzierung der Ausgaben.

Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 300 Handelsunternehmen in ganz Deutschland macht ebenfalls zumindest gewisse Zuversicht deutlich: Demnach gehen 29 Prozent der Händler davon aus, dass sich die Kunden auch in schwierigeren Zeiten nicht die Freude am Weihnachtseinkauf nehmen lassen. Und immerhin beinahe ein Viertel ist sich sicher, dass der Kauf von Geschenken nicht unter der schlechten Stimmung leiden wird. Allerdings überwiegt insgesamt dann doch oft der negative Blick: Der Nicht-Lebensmittelhandel sieht sich zu 56 Prozent vor einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.

Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der HDE für diesen November und Dezember mit einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzen die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 129,2 Milliarden Euro um. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil, Weihnachten zeigt sich krisenfest“, so von Preen. Der Onlinehandel ist der HDE-Prognose nach dabei zum Jahresschluss der Wachstumstreiber. Er wird seine Weihnachtsumsätze um nominal 4,1 Prozent im Vergleich zu 2025 steigern, hier liegt der Umsatz dann bei 23,1 Milliarden Euro.

Heute um 08:00 von Jürgen Wetzstein

Verknüpfte Firmen abonnieren

Handelsverband Deutschland HDE
Nur für Abonnenten
News
Nur für Abonnenten
Kommentare
Nur für Abonnenten
Stellenmarkt
Velobiz Plus
Die Kommentare sind nur
für unsere Abonnenten sichtbar.
Jahres-Abo
115 € pro Jahr
  • 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
  • 10 Ausgaben des exklusiven velobiz.de Magazins
Jetzt freischalten
30-Tage-Zugang
Einmalig 19 €
  • 30 Tage Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
Jetzt freischalten
Sie sind bereits Abonnent?
Zum Login