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Zusammenarbeit zum Jahresende gekündigt:

Accell und ZEG sagen sich europaweit adieu

Bereits im vergangenen Frühjahr hatte Accell-CEO Jonas Nilsson eine neue Strategie namens „One Accell“ angekündigt. Als Teil dieser Strategie wurde nun offenbar die Zusammenarbeit mit der Einkaufsgenossenschaft ZEG beendet. Diese wiederum wollte keine Forderungen des niederländischen Partners nach geografischen Marktbeschränkungen hinnehmen.

Nach Darstellung der ZEG wollte Accell künftig nur noch in einzelnen Ländern mit der Einkaufsgenossenschaft zusammenarbeiten. Nachdem dies jedoch für die ZEG nicht tragbar gewesen sei, hätten sich beide Parteien darauf geeinigt, den Streckenvertrag zum Jahreswechsel auslaufen zu lassen.

Gegenüber dem niederländischen Fachmedium Nieuwsfiets sagt Nilsson in einer aktuellen Stellungnahme: “Unsere Partnerschaft mit dieser Einkaufsorganisation (die ZEG, Anm. d. Red.) hat sich verändert. Ab dem neuen Jahr werden wir die direkte Kommunikation mit unseren Händlern intensivieren. Künftig arbeiten wir eng mit den Händlern unseres Netzwerks in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich zusammen. Dadurch optimieren wir unsere Beziehung zu unseren Händlern und bieten ihnen mehr Schnelligkeit und Flexibilität, sodass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. Diese Veränderung steht im Zusammenhang mit der Transformation zu One Accell. Dadurch werden wir zu einem effizienten und integrierten Akteur mit einem Portfolio an Kultmarken, der alle Marktsegmente bedient.“

„One Accell“ wurde früher in diesem Jahr als Transformationsstrategie und somit als eine der Antworten auf die finanzielle Notlage des niederländischen Konzerns angekündigt (velobiz.de berichtete) . Dahinter steckte bislang beispielsweise die Steigerung der Effizienz durch die Aufgabe von Produktionsstandorten in Deutschland und den Niederlanden sowie die Integration der etwa 17 Konzernmarken in einem einheitlichen Leitbild. Zum Konzern zählen unter anderem die Winora-Gruppe in Deutschland, Batavus in den Niederlanden, Raleigh in Großbritannien und Lapierre in Frankreich.

In einer Mitteilung an die Mitglieder der ZEG schrieb deren Vorstand vor wenigen Tagen: "Auch wenn dies bedeutet, dass unser Sortiment um einige Marken reduziert wird, zahlt diese Entscheidung klar auf unsere Strategie ein." Diese wird als die Fokussierung auf ZEG-eigene Marken sowie auf zentrale künftige Streckenlieferanten beschrieben. Die ZEG ist selbst unter anderem Anbieter der Marken Bulls und Pegasus sowie Muttergesellschaft der Fahrradhersteller I:sy, Flyer, Kettler und Hercules.

8. Dezember 2025 von Markus Fritsch

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