
Finanzielle Schieflage
Britischer Kinderrad-Spezialist stellt Insolvenzantrag
Berichte über den Insolvenzantrag von Frog Bikes machten gestern in den britischen Tagesmedien die Runde. Sogar die renommierte Tageszeitung Daily Telegraph nahm das Thema in ihre Berichterstattung auf.
Jerry Lawson, Gründer und CEO von Frog Bikes, bestätigte gegenüber der britischen Fachzeitung „Cyclingnews“, die Berichte über den Insolvenzantrag. In einem Statement sagte Lawson, dass die Priorität weiterhin darin bestehe, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Einzelhandelspartner zu unterstützen. Gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung soll jetzt ein bestmögliches Ergebnis für alle Beteiligte erzielt werden. Heißt: Es wird ein Restrukturierungsprozess angestrebt und geeignete Investoren gesucht, um die Zukunft von Frog Bikes zu sichern. Das Unternehmen sieht sich als Marktführer in Großbritannien im Bereich Premium-Kinderfahrräder und beliefert die in Großbritannien endmontierten Fahrräder in über 35 Länder.
Wie viele andere Unternehmen in der Fahrradbranche auch, war Frog Bikes jedoch in den vergangenen Jahren mit den bekannten Herausforderungen des Fahrradmarktes während und nach dem Covid-Boom konfrontiert, die zu den finanziellen Belastungen geführt hätten. „Diese Belastungen wurden durch die Auswirkungen des Brexits noch verstärkt, der weitere Probleme mit sich brachte“, so Lawson gegenüber „Cyclingnews“. Der Gang zum Insolvenzgericht sei eine „Vorsichtsmaßnahme“ und biete kurzfristigen Schutz. Zuvor hätte Frog Bikes eine Reihe von Optionen geprüft, jedoch sei es bisher nicht gelungen einen strategischen Investitionspartner zu finden, der mit der langfristigen Vision und den Werten der Marke übereinstimmt. Diese Suche wird jetzt gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung fortgesetzt. Der Geschäftsbetrieb läuft in dieser Zeit weiter.
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