
Verbraucherstimmung im Januar
Erholungstendenzen auf niedrigem Niveau
Die Konsumentenbefragung, die gemeinsam von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, Monat für Monat herausgegeben wird, untersucht mehrere Indikatoren, aus denen ein Konsumklima-Indikator erstellt wird.
Zu Jahresbeginn 2026 steigen sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung an, während die Sparneigung weitgehend stagniert. Folglich erwarten die Konsumenten für den Konsumklima-Indikator für Februar dieses Jahres im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg von 2,8 Zählern auf minus 24,1 Punkte. Bedeutet: die Verbraucherstimmung befindet sich insgesamt noch auf niedrigem Niveau.
„Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen. Das Niveau bleibt jedoch niedrig. Der Einkommensindikator gewinnt im Januar 12 Zähler hinzu und weist nun 5,1 Punkte auf. Die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1.1.2026 sowie gesunkene Inflationsängste der Verbraucher beleben offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen“.
Konjunktur
Die Konjunkturaussichten für die kommenden 12 Monate schätzen die Verbraucher zu Jahresbeginn ebenfalls positiver ein. Der Indikator gewinnt 5,4 Zähler hinzu und weist nun 6,6 Punkte auf. Dies sind 8,2 Punkte mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Mit dem zweiten Anstieg in Folge verstärken sich die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Verbraucher nach drei Jahren Rezession bzw. Stagnation wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehrt. So gehen die Wirtschaftsexperten derzeit davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von etwa einem Prozent rechnen kann.
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