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Bilanz des ersten Halbjahres 2026:

Fahrradmarkt hat Talsohle durchschritten

Laut dem ZIV kommt der Fahrrad- und E-Bike-Markt langsam, aber sicher, wieder in Bewegung. Produktion, Absatz und Lagerüberhänge entwickeln sich positiv.

Für das erste Halbjahr 2026 hat der Zweirad-Industrie-Verband bilanziert. Demnach hat sich der Fahrradmarkt in diesem Zeitraum etwas erholt. Im Vergleicht zum Vorjahreszeitraum wurden sechs Prozent mehr Fahrräder produziert und zehn Prozent mehr Fahrräder abgesetzt. Bei den E-Bikes stieg die Produktion um vier Prozent und der Verkauf um rund zwei Prozent. Angezogen habe auch der Export von E-Bikes und Fahrrädern, der sechs Prozent über dem Wert im Vorjahreszeitraum lag.

Lagerüberhänge größtenteils abgebaut

Eine gewisse Vorsicht ist im Fahrradmarkt dennoch bestehen geblieben. Händler würden weiterhin mit Bedacht bestellen, erklärt der ZIV. Positiv bemerkt der Verband, dass die Lagerüberhänge größtenteils abgebaut wurden. Die Werkstätten seien weiterhin gut ausgelastet.

Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV-Die Fahrradindustrie, ordnet die Entwicklung der Branche ein: „Die ersten sechs Monate des Jahres zeigen: Die Talsohle liegt hinter uns. Die Branche ist stabil und der Markt kommt wieder in Bewegung. Das ist ein gutes Signal. Der positive Trend stimmt uns zuversichtlich, wir wissen das die Nutzung von Fahrrad und E-Bike sanft steigt und unser Markt langfristig stabil ist.“ Als Herausforderung wertet der Verband weiterhin den Fachkräftemangel, besonders mit Blick auf den weiterhin hohen Bedarf an Reparatur und Service.

Der Aftermarkt habe sich positiv entwickelt, heißt es weiter vom ZIV. Deutliche Zuwächse habe es bei Verschleißteilen und Zubehör gegeben. Mit Blick auf einzelne Fahrradsegmente hebt die Organisation hervor, dass Gravel-Bikes auch im mittel- und niedrigpreisigen Segment zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Einstiegs-Hardtail-Mountainbikes konnten ebenfalls leicht steigende Absatzzahlen verzeichnen.
Burkhard Stork: "Die Menschen wollen Fahrrad fahren. Das stärkt die Gesundheit, schützt das Klima und entlastet unsere Städte. Die Fahrradindustrie liefert passende Produkte für jeden Anlass und jeden Geldbeutel. Jetzt kommt es darauf an, dass die Politik mit gezielten Investitionen in Industrie und Infrastruktur die richtigen Rahmenbedingungen schafft."

Gestern um 09:55 von Sebastian Gengenbach

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