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Edel aber kostspielig: Der Carbon-E-Scooter aus dem 3D-Drucker
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High-End-E-Scooter

Flaggschiff E-Scooter mit exklusiven Spezifikationen

Die Grenzen des aktuell Machbaren scheint Scotsman bei seinen E-Scootern ausloten zu wollen. So präsentiert das Unternehmen den ersten Carbon-E-Scooter aus dem 3D-Drucker.

Die Beschreibung des Scotsman klingt, als wollte man alle fortschrittlichen Fertigungsverfahren in einem Produkt zusammenbringen. Der E-Scooter besteht aus einer Unibody-Konstruktion, die in einem einzigen 3D-Druckvorgang aus thermoplastischem Kohlenstofffaser-Verbundstoff hergestellt wird. Im Gegensatz zu anderen Rollern aus dem High-End-Segment, bei denen einzelne Teile aus Verbundwerkstoffen bestehen, sind hier der gesamte Rahmen, der Lenker, die Front sowie die Sockelplatte des Scotsman aus Kohlefaserverbundwerkstoff gefertigt. Er kommt damit ohne Fugen oder geklebte Teile aus und erhält so laut Hersteller hohe Stabilität. Desweiteren werden thermoplastische Materialien verwendet, dank derer der E-Scooter nicht nur überaus stoßfest, sondern auch sehr leicht daherkommt.

Das 3D-Druckverfahren ermöglicht auch eine Individualisierung jedes E-Scooters. So kann der Rahmen beispielsweise an Körpergröße, Gewicht, Arm- und Beinlänge oder Sitzposition angepasst werden.

Zum Gesamtpaket gehört ein Doppelantrieb mit Hochleistungsmotoren mit bis zu 2000 Watt Leistung, ein duales, regeneratives Bremssystem, ein proprietäres Verbundstoff-Federungssystem und eine duale Akkuschacht-Architektur für lange Fahrten samt Quick-Release-Akkusystem, das gleichzeitig als USB-C-Powerbank fungiert. Auch ein vernetztes Fahrerlebnis (GPS und Mobilfunk) mit Funktionen wie „Find my Scooter“ und „Unlock“ sowie eine integrierte Dash-Cam mit „Record My Ride“-Funktion gehört dazu.

"Traum der additiven Fertigung"

„Der Scotsman ist ein spannendes Fahrzeug. Er ist nicht nur ein Triumph im technischen Sinne, sondern auch in Hinblick darauf, wie man Produkte auf eine völlig neue Art und Weise auf den Markt bringt. Das Team hat so einen in der Regel sehr langwierigen und kostenintensiven traditionellen Fertigungsprozess durch einen agilen und schnellen Ansatz ersetzt, der zudem noch Maßanfertigungen ermöglicht. Damit erfüllt sich der Traum von der additiven Fertigung im großen Maßstab – in Bezug auf das physische Fertigungsvolumen mit einem vollständigen E-Scooter pro Druckprozess, aber auch hinsichtlich der Menge und Geschwindigkeit der hergestellten Einheiten“, ergänzt Kota Nezu, Award-Preisträger und Designer des zeCOO, des ersten in Japan hergestellten E-Motorrads.
Kleiner Wermutstropfen: Der Scotsman E-Scooter soll im Einzelhandel für 2.999 US-Dollar auf Vorbestellung verfügbar sein. Die Auslieferung ist für Dezember 2021 geplant. Für den hiesigen Markt werden bis dahin wohl noch einige Anpassungen bezüglich regulatorischer Anforderungen notwendig sein.

26. Mai 2021 von Daniel Hrkac
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