
Für Cargobikes:
Forscher erarbeiten Planungswerkzeug für Logistikunternehmen
Ein vom Bundesministerium für Verkehr gefördertes Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Hürden bei der Einführung und dem Einsatz gewerblicher Lastenräder zu überwinden. Im Forschungsprojekt CCB4U – Commercial Cargo Bikes for Urban Logistics arbeiten unter der Federführung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) die Hochschule Anhalt (HSA) sowie der Radlogistikverband Deutschland e.V. (RLVD) und der Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. (BdKEP) zusammen.
Obwohl Commercial Cargobikes als vielversprechende Lösung für nachhaltigere Stadtlogistik gelten, scheitere ihre dauerhafte Integration Integration in die Unternehmenspraxis häufig an fehlenden Planungsgrundlagen und mangelnder Entscheidungssicherheit, heißt es von den Projektverantwortlichen. Diesem Problem wollen man mit drei praxisorientierten Modulen begegnen. Ein simulationsbasiertes Tool soll helfen, Flottenkonfigurationen anhand realistischer Tourszenarien zu vergleichen. Außerdem soll es einen Wirtschaftlichkeitsrechner unter Einbezug der Total-Cost-of-Ownership geben sowie einen Leitfaden zur Umsetzung und Integration. Die Ergebnisse werden bundesweit zugänglich gemacht werden. Andreas Schumann vom BdKEP sagt: „Kleine und mittelständische KEP-Dienstleister brauchen belastbare Grundlagen, keine Pilotprojekte auf Probe. Wer Lastenräder ernsthaft einsetzen will, muss vorher Klarheit über Wirtschaftlichkeit, geeignete Touren und den organisatorischen Aufwand haben. CCB4U schafft genau diese Grundlage.”
Die involvierten Verbände bringen ihre enge Verzahnung in die Branche ein, stellen den Praxisbezug sicher und binden Pilotanwender ein. Leon Imeri vom RLVD erklärt: „Die Kooperation mit dem BdKEP ist ein starkes Signal für die gesamte Branche: Radlogistik wird nicht mehr als Nische betrachtet, sondern als integraler Bestandteil moderner multimodaler Lieferketten. Dass sich nun auch die klassische KEP-Seite aktiv einbringt, zeigt, dass nachhaltige Zustelllösungen im urbanen Raum in der Mitte der Branche angekommen sind.
Info-Call am 31. März
Das Projekt CCB4U läuft bis Mai 2027 und wird aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (NRVP) vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Projektträger ist das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Interessierte und Fachleute sind eingeladen, morgen ab 15 Uhr an einem Info-Call teilzunehmen. Anmeldungen sind unter diesem Link möglich: https://rlvd.bike/event/infocall-projektvorstellung-radiw-ccb3u/
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