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Nach Insolvenz im Frühjahr

Lastenradmarke Velo Lab rollt unter neuem Dach weiter

Gute Nachrichten für die Lastenradmarke Velo Lab. Die Zukunft ist gesichert, dank der Übernahme durch einen bekannten Cargo-Bike-Hersteller aus Sachsen.

Foto: Kircher Solutions - Clemens Kircher haucht der Marke Velo Lab einen neuen Atem ein.

Die Velo Lab GmbH aus Bremen, seit 2017 bekannt für ihre handgefertigten, besonders leichten Cargobikes, musste Ende März 2026 Insolvenz anmelden. Steigende Produktionskosten und eine rückläufige Nachfrage hatten die Manufaktur wie viele Hersteller der Branche unter Druck gesetzt velobiz.de berichtete .
Für die Marke gibt es jetzt eine Zukunft. Aus der Insolvenzmasse hat Kircher Solutions die Wort-/Bildmarke Velo Lab sowie die Domains velo-lab.de und velo-lab.eu übernommen. Kircher Solutions ist das sächsische Unternehmen hinter Iumentum Cargo Cycles.
Clemens Kircher, Inhaber von Kircher Solutions, erklärt zur Markenübernahme: „Was da in Bremen gebaut wurde, war eines der eigenständigsten Lastenräder auf dem Markt– leicht, sportlich, mit einer Lenkung, die ähnlich wie die Unsere, volle Lenkfreiheit bot“. Und weiter: „Dass diese Idee mit der Insolvenz verschwindet oder in falsche Hände gerät, wollte ich verhindern. Deshalb fährt sie bei uns weiter – und wird weiterentwickelt.

Klare Trennung

Kircher betont in Bezug auf die Übernahme, dass ausschließlich die Namensrechte und Domains jetzt in Händen von Kircher Solutions liegen, jedoch nicht das frühere Unternehmen, dessen Werkstatt oder Personal. Heißt: Eine Rechtsnachfolge für Gewährleistungsansprüche aus Bremer Zeiten besteht daher nicht.Besitzerinnen und Besitzern früherer Kàro-Räder bietet Kircher Solutions jedoch an, sich bei Ersatzteil- und Servicefragen unkompliziert per E-Mail zu melden. Geholfen werde, wo es technisch möglich ist, heißt es von Kircher.

Ideen treffe zusammen

Die Geschichte von Velo Lab begann um 2010 in Athen, wo der Ingenieur und Radsportler Efstathios Stasinopoulos das ungewöhnlich leichte Long-John-Konzept mit Seilzuglenkung entwickelte, das ab 2017 in Bremen zur Serienreife wuchs. In Kriebstein trifft diese Idee nun auf einen Betrieb, der seit Jahren dieselbe Philosophie verfolgt: Clemens Kircher, zuvor fünf Jahre Hardware-Entwicklungsleiter bei Europas größtem Bikesharing-Anbieter nextbike, baut mit Iumentum seit 2020 Lastenräder, die ab 15 Kilogramm wiegen und bis zu 80 Kilogrammzuladen.
Entwicklung, Endmontage, die in Leipzig gefräste Seilzuglenkung, eine eigene Metallwerkstatt und die hauseigene Näherei für Transporttaschen sitzen in Kriebstein. Alle Velo-Lab-Modelle sind ab sofort auf Anfrage über velo-lab.de bestellbar, wahlweise unmotorisiert oder mit Bosch-Mittelmotor; Leasing über JobRad, BusinessBike, Bikeleasing und viele andere Anbieter ist möglich

Heute um 13:03 von Jürgen Wetzstein

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