
Offener Brief mit Unterschriftenliste
LEVA-EU verschärft Kritik an ZIV-Position
Eine potenzielle neue Regulierung von Pedelecs auf EU-Ebene zählt aktuell zu den wohl heißesten Eisen der Fahrradbranche. Eine starke Stimme in der Debatte kommt vom Zweirad-Industrieverband velobiz.de berichtete , dessen Position jedoch bereits von Herstellern wie DJI oder auch dem Radlogistikverband Deutschland heftig kritisiert wurde.
Nun richtet sich der Elektroleichtfahrzeugverband LEVA-EU mit einem offenen Brief an den ZIV und fordert ein Ablassen von dessen Forderungen. Zudem will LEVA-EU, dass der europäische Industrieverband CONEBI und die Europäische Kommission der ZIV-Position nicht folgen bzw. diese unterstützen.
In dem Brief warnt LEVA-EU davor, dass die vom ZIV vorgeschlagenen Maßnahmen (wie restriktive Begrenzungen der Unterstützungsverhältnisse, der Spitzenleistung und des Fahrzeuggewichts) – viele EPAC-Hersteller dazu zwingen würden, eine Typgenehmigung gemäß der Verordnung 168/2013 für ihre Fahrzeuge zu beantragen. So könnten ganze Kategorien von leichten Elektrofahrzeugen (LEVs) wegfallen, was die Auswahlmöglichkeiten und die Zugänglichkeit für die Nutzer beeinträchtigen und die Innovation in diesem Sektor behindern könnte, so die Sorge des Verbands.
Fast 200 Unterstützter gefunden
Der offene Brief wurde nicht nur von LEVA-EU selbst unterzeichnet, sondern von 196 weiteren einzelnen Akteuren von 127 Unternehmen aus insgesamt 22 Ländern in Europa und außerhalb Europas, darunter Vertreter von LEV- und Komponentenhersteller, Service-Anbieter und Vertreter von Verbänden und akademischen Institutionen. Eine namentliche Liste der Unterzeichner hat LEVA-EU auf seiner Webiste veröffentlicht.
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