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Der Mount7-Laden
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Antizyklisches Wachstum

Mount7 investiert in Logistik und KI

Während die Fahrradbranche zuletzt oft genug mit Umsatzrückgängen kämpft, verzeichnet der Freiburger Händler Mount7 deutliche Zuwächse. Über die vergangenen zwei Jahre verdoppelte der Händler seinen Umsatz. Wie dies gelang.

Das neue Lager von Mount7.Der Mount7-LadenDie neuen Lager- und Büroräume bei Mount7

Das Marktumfeld im Fahrradhandel gilt seit dem Ende des Booms der Vorjahre als herausfordernd und ist geprägt von Rabattdruck, hohen Lagerbeständen sowie einer Branchenbereinigung. Während der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) für das Jahr 2024 einen Umsatzrückgang der Branche in Deutschland von 10,3 Prozent meldete, entwickelte sich die Mount7 GmbH gegenläufig. Der Freiburger Händler steigerte seinen Umsatz im Zeitraum von 2023 bis 2025 um rund 110 Prozent auf knapp 28 Millionen Euro. Parallel dazu wuchs die Belegschaft um 76 Prozent auf fast 100 Mitarbeitende.

Strategische Investitionen statt Sparkurs

Das Unternehmen reagierte auf die seit 2023 anhaltende Branchenkrise mit einer offensiven Strategie. Anstatt Kosten zu reduzieren, investierte die Geschäftsführung gezielt in den Ausbau von Kapazitäten und technologische Innovationen. „Wir haben uns entschieden, die schwierige Marktlage als Chance zu begreifen“, erklärt einer der drei Geschäftsführer, Oliver Vonhausen, diesen Schritt.

Ein zentraler Baustein dieser Expansion ist die Inbetriebnahme eines neuen, 2.000 Quadratmeter großen Montage- und Logistikzentrums in Freiburg. Diese Erweiterung ergänzt den Stammsitz, der über 1600 Quadratmeter Fläche inklusive Ladengeschäft und Werkstatt verfügt. Die infrastrukturellen Maßnahmen spiegeln auch den Wandel im Geschäftsmodell wider: Während sich der Umsatz im Jahr 2023 noch zu gleichen Teilen auf das Ladengeschäft und den Onlineshop verteilte, entfallen 2025 bereits 70 Prozent auf den Online-Handel.

Digitalisierung und Fokus auf Servicequalität

Neben der physischen Expansion setzt Mount7 stark auf Digitalisierung. Aktuell unterstützen rund 40 automatisierte, teils KI-gestützte Prozesse die Mitarbeitenden in Bereichen wie Verkauf, Support, Werkstatt und Backoffice. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Effizienz und Output systematisch zu erhöhen, damit sich das Team auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Trotz des höheren Durchsatzes bleibt der Anspruch an Beratung und Servicequalität hoch. „Das gelingt nur mit klaren Strukturen, guter Kommunikation und den richtigen Menschen im Team“, betont Geschäftsführer Andreas Isele. Das Unternehmen sieht sorgfältiges Recruiting und gute Arbeitsbedingungen – belegt durch einen Kununu-Score von 4,6 – als Schlüsselfaktoren für den Erfolg an. Mount7 zählt sich mittlerweile zu den 30 umsatzstärksten Fahrradhändlern Deutschlands.

Gestern um 13:17 von Daniel Hrkac
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