2 Minuten Lesedauer

Neuer Mittelmotor gDrive

Pendix setzt auf Fahrgefühl statt Drehmoment-Wettlauf

Mit dem neuen Mittelmotor gDrive präsentiert Pendix eine vollständig neu entwickelte Antriebsplattform, die sich bewusst vom aktuellen Leistungswettbewerb im E-Bike-Segment absetzen will. Der Fokus der Neuentwicklung liegt auf einer harmonischen Leistungsentfaltung und lokaler Wertschöpfung durch die Produktion in Sachsen.

Während etablierte Anbieter und technologiegetriebene Wettbewerber auf dem europäischen Markt oft über maximale Drehmomentwerte konkurrieren, wählt Pendix mit dem gDrive einen alternativen Ansatz. Der neue Motor ist schon vor längerer Zeit angekündigt worden und nun verfügbar. Das zentrale Differenzierungsmerkmal des neuen Antriebs ist die sogenannte „Rideability“. Technisch zeichnet sich der Motor durch eine progressive Leistungscharakteristik aus, bei der sich das Drehmoment gleichmäßig aufbaut.

Das Ziel ist eine kontrollierte und berechenbare Unterstützung, die ein natürliches Fahrgefühl ohne aggressive Kraftspitzen oder abrupte Lastwechsel ermöglicht. Andrea Staniero, Geschäftsführer der Pendix GmbH, fasst die Prämisse der Entwicklung zusammen: "Wir wollten kein System entwickeln, das auf dem Papier beeindruckt, sondern eines, das im Alltag überzeugt". Er betont weiter: "Gerade im urbanen Verkehr oder im komfortorientierten Trekking ist Berechenbarkeit oft wichtiger als maximale Kraft."

Bei dem System handelt es sich um eine serienfähige OEM-Lösung, bei der Motor, Steuerungseinheit, Batterie und Peripherie systemisch aufeinander abgestimmt wurden. Zudem ist der gDrive modular aufgebaut. Im Servicefall müssen dadurch nur noch die jeweiligen Einzelkomponenten und nicht mehr der gesamte Antrieb getauscht werden.

Produziert wird der Motor auf einer eigens neu aufgebauten Fertigungslinie in Wilkau-Haßlau in Sachsen. Der Mutterkonzern Johnson Electric investierte insgesamt rund 5,5 Millionen Euro in das Projekt. Davon flossen 3,5 Millionen Euro in die Entwicklung, etwa 1,0 Millionen Euro in die sächsische Produktion sowie weitere 1,0 Millionen Euro in Werkzeuge und die Ausstattung externer Lieferanten. Pendix unterstreicht damit die Bedeutung europäischer Wertschöpfung und zielt in einem globalen Marktumfeld auf die strategischen Vorteile von kurzen Lieferketten, stabilen Qualitätsprozessen und einer planbaren Ersatzteilverfügbarkeit ab.

9. April 2026 von Daniel Hrkac

Verknüpfte Firmen abonnieren

Pendix GmbH
Nur für Abonnenten
News
Nur für Abonnenten
Kommentare
Nur für Abonnenten
Stellenmarkt
Velobiz Plus
Die Kommentare sind nur
für unsere Abonnenten sichtbar.
Jahres-Abo
115 € pro Jahr
  • 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
  • 10 Ausgaben des exklusiven velobiz.de Magazins
Jetzt freischalten
30-Tage-Zugang
Einmalig 19 €
  • 30 Tage Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
Jetzt freischalten
Sie sind bereits Abonnent?
Zum Login