
Noch keine Trendwende
Shimano hat weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen
Während es in Shimanos zweitem wichtigen Geschäftsbereich, dem Angelsport mit einem Umsatzplus von 18,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich aufwärts ging, müssen die Japaner im Fahrradbereich nochmals kleinere Brötchen backen. Der Umsatz im ersten Quartal ging um 0,7 % auf 87,4 Mrd. Yen (ca. 470 Mio. EUR) zurück, der operative Gewinn brach dabei um 46 % ein auf 7,8 Mrd. Yen (ca. 42 Mio. EUR). Der Rückgang des Betriebsergebnisses war teilweise auf eine einmalige Bestandsbewertung in Höhe von 2,5 Milliarden Yen im ersten Quartal 2025, Wechselkurseffekte sowie einen Anstieg der Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Kosten (SG&A) zurückzuführen, heißt es im Geschäftsbericht.
Schwache Märkte
Shimano berichtet von einer schwachen Entwicklung in den weltweiten Fahrradmärkten. Im Einzelnen schreibt Shimano: „Auf dem europäischen Markt war der Einzelhandelsabsatz von Fahrrädern mit dem Beginn der winterlichen Nebensaison etwas schwach, und die Marktbestände blieben auf einem etwas hohen Niveau“. Auf dem nordamerikanischen Markt seien die Einzelhandelsumsätze mit Fertigfahrrädern aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Aussichten zwar schwach, die Marktbestände seien jedoch auf einem angemessenen Niveau geblieben. Zudem weist Shimano darauf hin, dass die Verkäufe von Fertigfahrrädern auf den Märkten in Asien sowie Mittel- und Südamerika „weiterhin schwach“ waren, während die Einzelhandelsumsätze in China, wo die Marktbestände hoch blieben, stagnierten.
Über alle Geschäftsbereiche hinweg berichtet Shimano über einen Umsatzanstieg von 3,6 %, während das Betriebsergebnis (minus 35,6 %) sowie das ordentliche Ergebnis (minus 3,4%) im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter verlor. Der den Anteilseigner der Muttergesellschaft zurechenbare Jahresüberschuss stieg hingegen deutlich auf 12,814 Mrd. Yen (plus 30,4 %).
Vorschau
Die im
Geschäftsbericht
aufgeführte Prognose für das Gesamtjahr weist Korrekturen auf. Die Prognose für den Nettogewinn im ersten Halbjahr taxiert Shimano 9,1 % höher als im vergangenen Quartalsbericht, während die Prognose für das ordentliche Ergebnis für das Gesamtjahr um 4,8 % nach unten revidiert wurde. Die Auswirkungen des jüngsten Anstiegs der Rohölpreise und anderer Faktoren aufgrund der eskalierenden Spannungen im Nahen
Osten wurden in den Prognosen zur Geschäftsentwicklung noch nicht berücksichtigt, da die Aussichten derzeit noch ungewiss sind.
Den kompletten Geschäftsbericht sowie eine Reihe von Charts zur Geschäftsentwicklung veröffentlicht Shimano auf seiner Website unter www.shimano.com .
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