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v.l. Niclas Schubert (Geschäftsführer movelo), Herbert Ottenschläger (Head of Sales movelo), Michael Machbert (Leiter Betriebsausstattung + Services OTLG), Thomas Rath (Ressortleiter Vertrieb + OTLG
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Strukturwandel in der Werkstatt

Volkswagen OTLG bringt E-Bike-Vermietung in die Autohäuser

Der Strukturwandel in den Autowerkstätten zwingt zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Volkswagen OTLG will zusammen mit einem Unternehmen aus der Fahrradbranche E-Bike-Vermietungen schmackhaft machen.

Die Volkswagen OTLG (Original Teile Logistik) aus Baunatal bei Kassel hat sich kürzlich mit der Pon.Bike-Tochter Movelo zusammengetan, um den rund 3000 Autohäusern der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Škoda in Deutschland die Vermietung von E-Bikes zu ermöglichen. „Kfz-Betriebe, die ihren Kunden während eines Service- oder Reparaturauftrags Ersatzfahrzeuge überlassen, wenden sich immer häufiger an Mobilitätsdienstleister wie Movelo, um E-Bikes in ihr Angebot mitaufzunehmen. Die Betriebe streben danach, ihren Kunden Lösungen anzubieten, die zugleich komfortabel, nachhaltig und innovativ sind.“ Der Trend zu dieser neuen Form der Ersatzmobilität wird klar durch Umfragen belegt“, sagt Ottenschläger mit Verweis auf eine Studie von BBE Automotive: 42 Prozent aller Werkstattbetreiber und 69 Prozent aller befragten Autohäuser ziehen demnach die Verwendung von E-Bikes als Ersatzfahrzeuge für Kunden in Betracht oder haben diese bereits umgesetzt.

Die E-Bikes sollen jedoch nicht nur als Ersatzfahrzeuge für den Werkstatt-Services genutzt werden. Geplant ist der Einstieg in ein neues Geschäftsmodell: „Die Autohäuser können mit Movelo auch die Vermietung von Rädern an jedermann anbieten und erhalten damit mit wenig Aufwand Zugang zu einem völlig neuen und aussichtsreichen ‚share-a-bike‘-Geschäftsmodell“, erklärt Herbert Ottenschläger, Vertriebsleiter von Movelo. Die Rolle bei dieser Kooperation beschreibt Ottenschläger so: „Als hundertprozentige Tochter von Pon.Bike, dem weltweit größten Fahrradhersteller, können wir auf einen großen Bestand an hochwertigen Rädern zurückgreifen“. Damit könne Movelo lange Wartezeiten auf Räder und Bauteile weitestgehend ausschließen und etwaige Reparaturen im Rahmen eines Fullservice-Angebots schnellstmöglich durchführen. „Kfz-Betriebe können mit uns als starkem, unabhängigen Partner ihr Geschäftsmodell zukunftsfit ausbauen, in dem sie ihren Kunden E-Bikes zur vollwertigen Miete anbieten.“

Strukturwandel im Werkstattgewerbe

Beim Autohaus Kuhn+Witte, das an seinen drei Standorten im Landkreis Harburg (Hamburg) rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, wird dieses Geschäftsmodell bereits seit August umgesetzt: Fünf Miet-E-Bikes von Movelo bietet das Autohaus an seinem Standort in Buchholz zur Miete an – die Räder können bis fünf Tage am Stück für eine Gebühr von 20 Euro täglich gemietet werden.
Interessant: Für Geschäftsführer Oliver Bohn fußt diese Entscheidung nicht nur auf dem wachsenden Stellenwert des Rades als Verkehrsmittel, sie symbolisiert ihm zufolge auch einen möglichen Weg aus dem Strukturwandel des Werkstattgewerbes. „Die wachsende Verbreitung von E-Mobilität und der mit ihr verbundene geringere Wartungsaufwand bekommen wir bereits jetzt im Rückgang unserer Service-Aufträge zu spüren“, so Bohn. Man hoffe, einen Teil dieser sinkenden Umsätze durch neue, nachhaltige Mobilitätsangebote ausgleichen zu können.

8. Februar 2022 von Jürgen Wetzstein

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