
Wasilis von Rauch:
„Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für Verkehr kommt unerwartet“
Nach etwas mehr als einem Jahr übernimmt Steffen Bilger die Spitze des Bundesministeriums für Verkehr von Patrick Schnieder. „Der Wechsel kommt unerwartet“, sagt dazu Wasilis von Rauch. „Ich bin gespannt, was er für das Fahrrad bedeutet“.
Rückblickend auf die kurze Amtszeit von Patrick Schnieder und vorausschauend auf die kommenden Herausforderungen für den neuen Verkehrsminister, sagt von Rauch:
„Mein herzlicher Dank gilt zunächst Patrick Schnieder für sein Engagement in den vergangenen Monaten. Mit Steffen Bilger übernimmt ein erfahrener Politiker die Verantwortung, ich sehe darin eine neue Chance, im Bereich Radverkehr positive Akzente zu setzen.
Die kürzlich veröffentlichte Zwischenevaluierung des NRVP 3.0 durch das BMV zeigt: Die Förderung des Radverkehrs wird gut angenommen und hat in einigen Bereichen bereits zu spürbaren Verbesserungen geführt. Doch sie offenbart auch, dass noch viel zu tun ist.
Klar ist: Jetzt ist nicht die Zeit für Mittelkürzungen, sondern für stabile Investitionen in Zukunftsbranchen. Branchen, die das Leben der Menschen besser machen und für Arbeitsplätze und Wertschöpfung hierzulande sorgen.
Fahrradfahren ist mehr als Fortbewegung: Zu einer “Mobilität für alle” gehört es unbedingt dazu. Die Mehrheit der Menschen (55 %) wollen laut BMV Fahrrad-Monitor mehr Rad fahren! Gleichzeitig geht die Fahrradnutzung bei wichtigen Gruppen zurück: Kinder, Jugendliche, Frauen, Senioren und einkommensschwachen Gruppen fahren weniger. Gerade für diese Gruppen ist das Fahrrad ein zentrales Mittel zur Teilhabe. Wir müssen besser darin werden, den Radverkehr so zu gestalten, dass er für alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglich und sicher ist.
Mit der Fahrradwirtschaft in Deutschland hat die Bundesregierung einen starken Partner an der Seite, der für die passenden Produkte und Dienstleistungen sorgt. Wir sind der internationale Leitmarkt für das Fahrrad und Innovationsstandort. Das soll auch so bleiben.
Doch die besten Produkte und Dienstleistungen nützen wenig, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Der größte Hebel ist und bleibt die Infrastruktur, damit unsere Kundinnen und Kunden keine Angst haben müssen, die Produkte im Alltag, in der Freizeit oder im Urlaub zu nutzen.
Ich wünsche Herrn Bilger von Herzen viel Erfolg und ein glückliches Händchen für die anstehenden Herausforderungen. Die Zukunft des Radverkehrs in Deutschland liegt in neuer Hand.“
Verknüpfte Firmen abonnieren
für unsere Abonnenten sichtbar.