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Daten und Fakten zur Fahrradbranche liefert die soeben veroeffentlichte wissenschaftliche Studie.
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Branchenverbände liefern Fakten:

Wissenschaftliche Studie untermauert die Bedeutung der Fahrradwirtschaft

Zahlen und belastbare Daten: Das ist eine wichtige Währung, wenn es darum geht, Einfluss bei politischen Entscheidungen nehmen. Mit einer soeben vorgestellten wissenschaftlichen Studie setzt die Fahrradwirtschaft diesbezüglich ein deutliches Zeichen.

Wer als Branche bei politischen Entscheidern Eindruck hinterlassen will, der muss Fakten liefern und diese mit Zahlenmaterial untermauern. Die Fahrradwirtschaft hatte hier bislang sicherlich noch Nachholbedarf. Insbesondere Albert Herresthal war es bislang zu verdanken, dass Kennzahlen wie beispielsweise zu Branchenumsatz, Beschäftigung in der Fahrradbranche oder Fahrradtourismus neben den vom ZIV jährlich verkündeten Produktionszahlen der Fahrradindustrie in Deutschland, erhoben und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. So saß der langjährige VSF-Vorstand und Vivavelo-Motor Herresthal neben ZIV-Sprecher David Eisenberger und Wassilis von Rauch (BVZF) folgerichtig auch mit auf dem Podium, als nun die neuesten Zahlen der deutschen Fahrradwirtschaft präsentiert wurden.

Die neuen Zahlen zur deutschen Fahrradwirtschaft sind noch nie so detailliert auf wissenschaftlicher Basis erhoben worden. Hinter der Erhebung steht eine Studie des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule. Die im Dezember 2020 fertiggestellte Studie wurde von Frederic Rudolph vom Wuppertal Institut im Rahmen der Präsentation erklärt und bietet auf 38 Seiten umfangreiches Zahlenmaterial und eine Vielzahl von Hintergrundinformationen und ist damit das bislang umfassendste Kompendium zur Fahrradwirtschaft in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie sind für Jedermann einsehbar und kostenlos verwendbar. Sie werden auf den Webseiten der beteiligten Verbände BVZF , ZIV und VSF zugänglich gemacht. Auf der Website des VSF kann zudem ein Videomitschnitt der Präsentation angesehen werden.

Zentrale Ergebnisse

Einige zentrale Ergebnisse: In der Fahrradwirtschaft (Industrie, Handel, Dienstleistung und Tourismus) arbeiteten in Deutschland im Jahr 2019 ca. 281.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Selbstständige. Der gesamte steuerbare Umsatz lag bereits im Jahr 2018 bei ca. 37,7 Milliarden Euro. Die Studie zeigt detailliert ein starkes Wachstum bei der Zahl der Beschäftigten und bei den Umsätzen. Allein in den drei Kernbereiche Herstellung, Handel und Dienstleistungen (Sharing/Verleih und Leasing) stieg die Zahl der Beschäftigten in fünf Jahren (2014 - 2019) im Mittel um 20 %, der Umsatz in fünf Jahren (2013 – 2018) gemittelt um 55 %.

Gut entwickelt hat sich auch der Fahrradtourismus. Die Studie ermittelt anhand der vorliegenden Zahlen ein Äquivalent von 204.000 Beschäftigten für 2019 und einen Umsatz von 11,59 Mrd. Euro für das Jahr 2018. Eine ältere Studie für 2009 ging von 186.000 Beschäftigten aus.

Eng verknüpft mit den Kernbereichen und dem Tourismus sind vor- und nachgelagerte Teilbranchen der Wertschöpfungskette. Hierzu zählen u. a. Infrastruktur, Verwaltung, Stadt- und Verkehrsplanung, Aus- und Weiterbildung, Fachmedien und Informationsarbeit und weitere Leistungen zum Beispiel beim Ladenbau, in der Logistik etc. Hier verzeichnet die Studie 11.000 Beschäftigte und 1,9 Mrd. Euro Umsatz.

11. Februar 2021 von Jürgen Wetzstein

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