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Der ZIV wirbt für einen kostruktiven Austausch.
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BUND erhebt Forderungen

ZIV stemmt sich gegen E-MTB-Verbot im alpinen Raum

Mit der Motorisierung des Mountainbikes steigt auch die Zahl der Radfahrer, die im alpinen Raum unterwegs sind. Die Fahrradbranche freut dies natürlich, weil die Zahl der verkauften E-Mountainbikes weiterhin steigt, aber diese Freude wird nicht überall geteilt. Bedenken hat bereits der Deutsche Alpenverein (DAV) und zuletzt der BUND Bayern vorgebracht, gepaart mit Forderungen nach einer Einschränkung bzw. sogar eines Verbots von E-MTBs im alpinen Raum. Der Zweirad Industrie Verband gibt Kontra und fordert einen

„konstruktiven Dialog".

Der BUND Bayern sieht das E-Bike im touristischen Raum als einen „Störfaktor“. Schlagworte sind Behinderung der Wanderer, Kapazitätsauslastung, Erosion der Wege oder gar Bedrohung der heimischen Fauna und Flora. Die Forderung: Starke Einschränkung der Nutzung von E-Mountainbikes im alpinen Raum bis hin zum Verbot.

Forderungen, die der Fahrradindustrie natürlich nicht gefallen. Der Zweirad-Industrie-Verband spricht sich entschieden gegen die vom BUND Bayern erhobene Forderung aus und weist die behaupteten Einflüsse des E-MTB auf die Natur als überzogen zurück. Der ZIV fordert stattdessen den sachlichen Dialog zwischen den Interessengruppen. Ziel müsse eine Regelung sein, die ein harmonisches Miteinander aller Nutzergruppen im alpinen Raum ermögliche.

In einer Pressemitteilung schreibt der ZIV zudem: „Dem ZIV ist bewusst, dass sich die Natur eine Vielzahl von Nutzergruppen teilen. Dies sind neben den Mountainbikern, und zunehmend auch den E-Mountainbikern, Bergsteiger, Wanderer, Waldbesitzer, Förster, Landwirtwirte u. v. m. Dass dies zu Konflikten zwischen den Akteuren führt, ist nichts Neues und gibt es seit jeher. Anstelle von Verboten gegenüber einzelnen Nutzergruppen setzt der ZIV allerdings auf die gleichberechtigte, gemeinsame Nutzung des öffentlichen Raums, so wie es das Gesetz vorgibt. Verbote werden häufig nicht eingehalten, eine Kontrolle dieser ist im touristischen Raum so gut wie unmöglich. Zumal die zukünftigen Generationen von E-MTB bzw. klassischem Mountainbike optisch kaum mehr zu unterscheiden sein werden. Der ZIV setzt deshalb vielmehr auf den Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen mit dem Ziel, Regelungen zu finden, die ein gemeinsames Miteinander lenken und nicht reglementieren. Hierzu gibt es bereits gute Vorschläge von Seiten der Vereine und Verbände. Der Dialog zwischen den Akteuren ist darüber hinaus gut fortgeschritten, so dass ein Vorstoß des BUND Bayern kontraproduktiv ist."

Der ZIV appelliert, in Zusammenarbeit mit dem Mountainbike Tourismusforum, seit einigen Jahren für ein harmonisches, gleichberechtigtes Miteinander in der Natur. Dies geschieht u.a. durch ein gemeinsam veröffentlichtes Bike-Booklet, dass in gedruckter Form Tipps für Mountainbiker gibt und um ein respektvolles und umsichtiges Miteinander in der Natur wirbt.

21. Oktober 2019 von Pressemitteilung

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