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Foto BMZ/Archiv velobiz.de
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Nach vollzogener Übernahme

BMZ-Gruppe mit neuer Eigentümer- und Führungsstruktur gestartet

Vor kurzem haben die Kartellbehörden Grünes Licht für den Neustart des ins Schlingern geratenen Akku-Spezialisten in Karlstein gegeben. Wie sich die neue Eigentümer- und Führungsstruktur künftig darstellt.

Wie berichtet hat die von Susanne Klatten gegründete Beteiligungsgesellschaft SKion über zwei neugegründete Tochtergesellschaft eine Vereinbarung zur Übernahme wesentlicher Geschäftsteile aus dem Eigenverwaltungsverfahren der BMZ Holding GmbH und der BMZ Germany GmbH („BMZ-Gruppe“) geschlossen. Der Weg davon ist jetzt frei und die beiden neuen Gesellschaften BMZ Battery Solutions Germany GmbH und BMZ Battery Slutions Germany GmbH haben die Geschäftsbereiche übernommen, sind aber keine Rechtsnachfolger der insolventen BMZ Holding GmbH und BMZ Germany GmbH, wie klargestellt wird.

Als CEO fungiert künftig Dr. Hartung Wilstermann. Der promovierte Elektroingenieur ist seit 2010 in der Herstellung und Vermarktung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen bei verschiedenen Unternehmen tätig. CFO der neuen Gruppe ist Alexander Koch. Der ehemalige Wirtschaftsprüfer verfügt über langjährige Erfahrung als CFO in internationalen Unternehmen, insbesondere in Transformations- und Veränderungsprogrammen, und war seit März 2025 in der BMZ-Gruppe tätig. Das Team führt sowohl die Holding als auch die Gesellschaft in Deutschland. „SKion dankt dem Gründer und langjährigen CEO der BMZ-Gruppe Sven Bauer für die Pionierarbeit und die Zusammenarbeit in der Übergangsphase“, heißt es von dem neuen Alleininhaber des Unternehmens SKion, der bereits zuvor Minderheitsgesellschafter der BMZ-Gruppe war.

Neustart

Als Ziel gibt der neue Inhaber für die BMZ-Gruppe aus, das Geschäft national und international auszubauen. Die Technologien und das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen erhalten und weiterentwickelt werden. 207 Mitarbeitenden konnte in Deutschland eine Weiterbeschäftigung ermöglicht werden. Das heißt im Umkehrschluss, dass rund die Hälfte der Belegschaft in Karlstein ihren Arbeitsplatz verloren haben. Im Rahmen der Neuausrichtung will man auf technologischen Kernkompetenzen und dem Know-how der Mitarbeitenden bauen und sich auf Kosteneffizienz und Wachstumsinitiativen – insbesondere bei Batteriesystemen für industrielle Anwendungen und maßgeschneiderte Energiespeicherlösungen, konzentrieren. Die Nachfrage nach den Kernprodukten sei hoch, und die Gruppe verzeichne international einen guten Auftragsbestand, heißt es aus Karlstein.

17. April 2026 von Jürgen Wetzstein

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