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Bosch eBike Systems feiert 10-jähriges Jubiläum
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Mehr Eigenständigkeit:

Bosch trennt eBikes Systems von den Automotive-Bereichen

Auf 10 Jahre blickt Bosch mit seinen Antriebssystemen fürs Pedelec zurück. Im Rahmen einer Presseveranstaltung mit ausgewählten Medienvertretern in Stuttgart war dieses Jubiläum jedoch nur ein Thema. Vor allen Dingen wurde dabei nach auch vorne geschaut: Beispielsweise auf die Produktneuheiten für das Modelljahr 2020, aber auch auf Veränderungen in der Unternehmensorganisation. Und Bereichsleiter Claus Fleischer fand zudem auffordernde Worte in Richtung Industrie und Fachhandel in Punkto ABS.

Auf die Vorstellung der Produktneuheiten muss sich die Fachwelt noch etwas gedulden: Diese wurden mit einem Presse-Embargo versehen. Nur so viel vorab: Bosch hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um künftig noch stärker als vorher für alle Spielarten des E-Bike-Fahrens bestens gerüstet zu sein.

Eigener Geschäftsbereich ab 2020

Was bereits im Bosch-Konzernbericht für das Jahr 2018 am Rande angekündigt wurde, bestätigte Claus Fleischer in der versammelten Runde: Bosch eBike Systems wird ein eigener Geschäftsbereich innerhalb des Bosch-Konzerns und wird damit losgelöst von anderen Automotive-Bereichen. Fleischer bezeichnete diesen internen Beschluss als „einen tollen Schritt“, der Bosch eBike Systems mehr Freiheiten verleihe. „Aufgrund seines Geschäftsmodells mit Fokus auf dem Fahrradmarkt kann Bosch eBike Systems so zukünftig noch flexibler auf die spezifischen Anforderungen der Fahrradbranche eingehen“, heißt es von Bosch.

Sicherheit als Zukunftsthema

Bei der Veranstaltung stellte Fleischer das Thema Sicherheit als eine wichtige Herausforderung für den Pedelec-Bereich heraus. Dies betreffe einerseits die Radverkehrsplanung, die für mehr Infrastruktur sorgen müsse, um den Zuwachs an Radfahrern und E-Bikern zu stemmen. „Wir sind da viel zu langsam“, monierte Fleischer. Gleiches gelte auch für die Bereitstellung von sicheren Abstellanlagen.

Aber auch ein Plus an Sicherheit durch technische Lösungen stellte Fleischer als wichtigen Punkt hervor. Bosch biete hier mit dem 2018 eingeführten ABS-System eine wirkungsvolle Lösung, um eine Vielzahl von Unfällen und folgenschwere Stürzen zu verhindern. Gleichwohl äußerte Fleischer seine Enttäuschung darüber, dass das Thema ABS von der Fahrradindustrie und auch dem Fachhandel noch sehr zögerlich angenommen werde. Angesprochen auf eine Verbesserung des Designs der ABS-Einheit am Cockpit des E-Bikes meinte Fleischer sinngemäß, dass weitere Investionen in das E-Bike-ABS insbesondere auch von der Marktakzeptanz der Technik abhinge. Wichtig sei bei Bosch immer zunächst die technische Seite und die Funktionalität.

Und mit Besorgnis beobachtet man bei Bosch weiterhin, dass viele getunte E-Bikes auf den Straßen unterwegs seien. "Wir wollen hier Spielverderber sein", kündigte Fleischer an. In diesem Zusammenhang wies ZIV-Frontmann Siegfried Neuberger, der ebenfalls als Gesprächspartner im Rahmen der Bosch-Präsentation Rede und Antwort stand, nochmals auf die Gefahr hin, dass das E-Bike die rechtlichen Vorteile, die es durch die Einordnung als Fahrrad genießt, durch verstärkte Tuningaktivitäten verlieren könne.

6. Juni 2019 von Jürgen Wetzstein

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