
Eine gemeinsame Stimme
Branchenverbände ZIV und Zukunft Fahrrad streben Fusion an
Die Fahrradbranche benötigt in der Lobbyarbeit eine starke Stimme, um noch mehr Gehör zu finden als bisher. Insofern ist der jetzt in einem Bericht vom Manager-Magazin erstmals offen gelegte Plan der beiden führenden Branchenverbände Zukunft Fahrrad und ZIV, die Kräfte zu bündeln und nach einer Fusion künftig gemeinsam aufzutreten, ein konsequenter Schritt. Dieser kommt für Branchenbeobachter nicht ganz überraschend. Beide Verbände traten in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig Seite an Seite auf, wenn es darum ging, die Fahrradbranche gegenüber der Politik oder auch den Medien zu repräsentieren. Zuletzt war dies bei der gemeinsamen Präsentation der Marktzahlen für das Fahrradjahr 2025 der Fall (velobiz.de berichtete) . Nach einer vollzogenen Fusion zu einem großen Interessenverband, die wohl eine lange Vorbereitungszeit benötigen wird, könnte dies noch besser gelingen als bisher.
Bislang wurde nur im vertraulichen Rahmen, auch gegenüber der Fachpresse, über die Pläne gesprochen. Bis die Pläne beider Fahrradverbände umgesetzt sind, haben beide Parteien noch einige Detailfragen zu klären, beispielsweise von wem der fusionierte Verband dann geführt werden soll, wie mit den bisher teilweise doppelten Mitgliedsbeiträgen umgegangen wird, oder auch welchen Namen der neue Branchenverband dann tragen soll. Dem Vernehmen nach, wollen sich beide Verbandsparteien dafür bis zur Mitte nächsten Jahres Zeit lassen. Ein offizielles Statement zu den Fusionsplänen liegt bislang noch nicht vor.
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