
velobiz.de Magazin 5-14 - E-Bikes
E-Bikes zünden die nächste Stufe
Grundsätzlich gilt, dass das Konsumklima in Deutschland heuer so gut ist, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Das ist zwar kein E-Bike-spezfisches Phänomen, spielt aber für die Anschaffungsneigung hochpreisiger Gebrauchs- und Freizeitgüter keine unwesentliche Rolle. Die Deutschen leisten sich wieder etwas. Der Fahrradbranche soll‘s recht sein.
Damit einher geht eine gewisse Konsolidierung der Anbieterlandschaft im E-Bike-Markt in Europa. Vielleicht lässt sich diesbezüglich noch nicht von einer Marktbereinigung reden, doch eine zunehmende Konzentration auf einige wenige marktführende Unternehmen im E-Bike-Segment ist unbestritten. 2013 und 2014 sind jedenfalls auffallend viele E-Bike-Anbieter aus dem Markt verschwunden oder haben zumindest deutlich an Bedeutung verloren.
Ein weiterer Effekt, den vielleicht weniger die Fahrradhändler, dafür umso mehr die E-Bike-Hersteller spüren, ist das Anspringen der Nachfrage außerhalb der klassischen E-Bike-Märkte DACH und Niederlande. Dadurch wird der Export für hiesige Fahrradhersteller zur nennenswerten Größe. E-Bike-Marken aus dem deutschsprachigen Raum finden sich neuerdings in den USA und anderswo in der mitunter noch ungewohnten Rolle als Trendsetter wieder.
Das wiederum hängt auch damit zusammen, dass das E-Bike seit diesem Jahr mehr und mehr neue Zielgruppen erobert. Während der Markt der Tiefeinsteiger für 60plus-Käufer tatsächlich etwas gesättigt wirkt, waren sportliche, junge E-Bike-Modelle in dieser Saison fast überall früh ausverkauft. Mountainbikes und sportliche Cross-Trekking-Bikes mit E-Antrieb sind in vielen Läden ein Renner. Und solche Bikes sprechen auch Käufer in jenen Ländern an, wo das Fahrrad eher Freizeit- und Sportgerät als Verkehrsmittel ist.
Das E-Bike hat den Fahrradmarkt verändert, wie kaum ein Produkttrend zuvor. Mit dieser Ausgabe von velobiz.de Magazin wollen wir einige dieser Veränderungen und aktuellen Entwicklungen auffangen und beleuchten.
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